
PATTAYA, Thailand – Die anhaltend hohen Ölpreise schlagen nun voll auf den Luftverkehr durch: Bangkok Airways wird seine Ticketpreise für Inlandsflüge ab dem 1. April um 15 bis 20 Prozent erhöhen.
Nach Angaben von CEO Puttipong Prasarttong-Osoth haben die stark gestiegenen Kerosinpreise – ausgelöst durch die anhaltende Instabilität im Nahen Osten – die Kostenstruktur der Airline erheblich belastet. Allein die Treibstoffkosten seien um rund 20 Prozent gestiegen.
Zwar hatte sich das Unternehmen zuvor gegen Preisschwankungen abgesichert und etwa 30 Prozent seines Bedarfs zu Preisen von 80 bis 90 US-Dollar pro Barrel gedeckt. Doch die aktuellen Marktpreise von 170 bis 180 US-Dollar pro Barrel zwingen die Airline nun zum Handeln. Neben höheren Ticketpreisen werden auch die Treibstoffzuschläge angehoben.
Betroffen sind vor allem stark frequentierte Inlandsstrecken wie Bangkok–Samui, Chiang Mai und Phuket. Trotz der Preisanpassungen sollen die Tarife jedoch weiterhin innerhalb der von der Civil Aviation Authority of Thailand festgelegten Obergrenzen bleiben.
Auch internationale Passagiere müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Für Flüge zu Zielen wie den Malediven oder Kambodscha werden zusätzliche Treibstoffzuschläge von 40 bis 50 US-Dollar erwartet.
Die Branche blickt angespannt auf die kommenden Monate. Die Airline kündigte an, ihre Geschäftsstrategie für 2026 im Zwei-Wochen-Rhythmus zu überprüfen, sollte die Lage im Nahen Osten weiter instabil bleiben.
Gleichzeitig fordert die Airlines Association of Thailand staatliche Entlastung: Die derzeitige Verbrauchssteuer auf Flugtreibstoff von 5 Baht pro Liter solle gesenkt oder vorübergehend ausgesetzt werden, um Airlines und Passagiere zu entlasten.
Trotz der drohenden Preissteigerungen bleibt die Nachfrage vorerst robust. Viele Buchungen für April wurden jedoch noch vor dem jüngsten Preissprung abgeschlossen – wie sich die höheren Tarife langfristig auswirken, bleibt abzuwarten.










