Privatwirtschaft warnt Korruption schwächt Pattayas Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit

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Geschäftsaktivitäten in Pattaya, wo Vertreter der Privatwirtschaft warnen, dass Korruption versteckte Kosten für Tourismus, Investitionen und lokale Unternehmen verursacht und zu mehr Unterstützung für Anti-Korruptionspolitik aufruft. (Foto: Jetsada Homklin)

PATTAYA, Thailand – Vertreter der thailändischen Privatwirtschaft haben Wähler dazu aufgerufen, politische Parteien mit klaren und durchsetzbaren Anti-Korruptionsmaßnahmen zu unterstützen. Korruption verursache weiterhin versteckte Kosten für Unternehmen, schwäche die Wettbewerbsfähigkeit und belaste insbesondere tourismusabhängige Wirtschaftsstandorte wie Pattaya.

Der Gemeinsame Ständige Ausschuss für Handel, Industrie und Banken (JSCCIB) erklärte, transparente und saubere Regierungsführung sei entscheidend, um Ineffizienzen zu reduzieren, das Vertrauen von Investoren zu stärken und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern. Korruption wirke sich nicht nur auf nationale Entscheidungen aus, sondern habe auch direkte Auswirkungen im Alltag von Unternehmen, etwa durch Verzögerungen, inoffizielle Zahlungen und uneinheitliche Durchsetzung von Vorschriften.



Der JSCCIB, dem die thailändische Handelskammer, die Federation of Thai Industries und die Thai Bankers’ Association angehören, verwies auf Fortschritte im Rahmen seiner Initiative „Zero Corruption“ in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Mai Thon“ (Keine Toleranz). Politischen Parteien wurde gedankt, dass Anti-Korruptionsmaßnahmen verstärkt in Wahlkampagnen, Debatten und öffentliche Kommunikation aufgenommen wurden.

Laut Umfrageergebnissen sehen 97 Prozent der Unternehmen und 72 Prozent der Bevölkerung Korruption als ernstes Problem. Gleichzeitig bestehe weiterhin eine deutliche Lücke zwischen Wahlversprechen und deren Umsetzung nach Regierungsantritt.


In Pattaya weisen Geschäftsbetreiber seit längerem darauf hin, dass korruptionsbedingte Kosten den Tourismussektor, Immobilienentwicklungen sowie Lizenz- und Kontrollverfahren beeinflussen und damit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber regionalen Konkurrenten schwächen. Eine konsequente Bekämpfung der Korruption würde insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen mehr Planungssicherheit bieten, so der Ausschuss.

Über den Wahlprozess hinaus kündigte die Privatwirtschaft an, ihre Aktivitäten durch öffentliche Foren, Umfragen und Informationskampagnen fortzusetzen. Zudem soll nach den Wahlen ein Bericht über Bestechungspraktiken in Genehmigungsverfahren vorgestellt werden, um die nächste Regierung zu konkreten Reformschritten zu bewegen.

Dem Zero-Corruption-Netzwerk gehören inzwischen 26 öffentliche und private Organisationen an, darunter die Anti-Corruption Organization of Thailand, die Collective Action Coalition Against Corruption und das Thailand Institute of Justice sowie staatliche Behörden und Wirtschaftsverbände.