Russischer Mann in Pattaya getötet und zerstückelt vergraben, Schulden als mögliches Motiv

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Forensische Teams untersuchen ein brachliegendes Grundstück in der Soi Phatthanakan 4 im Gebiet Nongprue, wo die Überreste eines vermissten russischen Mannes an mehreren Stellen nahe eines Teiches entdeckt wurden, während die Polizei einen mutmaßlich schuldenbezogenen Tötungsdelikt untersucht.

PATTAYA, Thailand – Thailändische Behörden haben die sterblichen Überreste eines 30-jährigen russischen Staatsbürgers entdeckt, der seit mehr als drei Wochen als vermisst galt. Die Leichenteile waren an mehreren Stellen auf einem brachliegenden Grundstück im Gebiet Nongprue im Osten von Pattaya, Bezirk Banglamung, vergraben. Ermittler gehen davon aus, dass die Tat im Zusammenhang mit unbezahlten Schulden stehen könnte und richten ihre Ermittlungen gegen mutmaßliche Landsleute des Opfers.



Bei dem Opfer handelt es sich um Mikhail Emelianov. Sein Verschwinden hatte seine Mutter, die 51-jährige Olga Lazabenko, dazu veranlasst, aus Russland nach Thailand zu reisen und am 8. Januar eine Vermisstenanzeige zu erstatten. Sie gab gegenüber der Polizei an, ihr Sohn habe zuvor Drohnachrichten von russischen Bekannten erhalten, in denen die Rückzahlung von Schulden in Höhe von rund 120.000 US-Dollar (etwa 3,7 Millionen Baht) gefordert worden sei. Dies habe sie in große Sorge um seine Sicherheit versetzt.

Nach der Anzeige intensivierten die Ermittler ihre Nachforschungen, werteten Überwachungskameras aus und rekonstruierten die letzten Bewegungen des Vermissten. Am 1. Februar gegen 16:00 Uhr entdeckten Beamte schließlich menschliche Überreste, die an fünf verschiedenen Stellen nahe eines Teiches auf einem unbebauten Grundstück in der Soi Phatthanakan 4 vergraben waren. Die Fundstellen lagen jeweils etwa ein bis zwei Meter voneinander entfernt.

Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Überreste getrennt voneinander bestattet worden waren. Einige Teile waren in schwarze Plastiksäcke gewickelt, andere mit Kleidungsstücken bedeckt, die der Beschreibung der Kleidung entsprachen, die Emelianov zuletzt getragen haben soll – ein schwarzes T-Shirt und hellgrüne lange Hosen. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um den Vermissten handelt, eine endgültige Bestätigung durch forensische Untersuchungen steht jedoch noch aus.

Hochrangige Polizeibeamte, Forensiker, Gerichtsmediziner und Ermittler untersuchten den Fundort gemeinsam, während Beweismittel sorgfältig gesichert und zur weiteren Analyse abtransportiert wurden.

 

Zudem bestätigten Ermittler, dass zwei ausländische Tatverdächtige in Bangkok festgenommen wurden und derzeit im Zusammenhang mit dem Fall verhört werden. Nach ersten Informationen sollen es sich um Bekannte des Opfers handeln. Als mögliches Motiv gilt ein gewaltsamer Streit um Schulden, wobei in Drohnachrichten auch auf illegale Aktivitäten Bezug genommen worden sein soll. Die Polizei betonte jedoch, dass das Tatmotiv bislang noch nicht offiziell bestätigt sei.

Die Ermittlungen dauern an. Weitere Informationen sollen folgen, sobald die forensischen Ergebnisse vorliegen und die Vernehmungen abgeschlossen sind.