Gold fällt nach Gewinnmitnahmen, Öl auf Fünf-Monats-Hoch – Wall Street uneinheitlich

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Der Goldpreis gab am Freitag nach Gewinnmitnahmen nach, während Öl aus Sorge vor Lieferunterbrechungen auf ein Fünf-Monats-Hoch sprang und die US-Aktienmärkte uneinheitlich schlossen.

PATTAYA, Thailand – Die Ölpreise sind am Freitag (30. Januar) um rund 3 Prozent auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gestiegen. Auslöser waren Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen angesichts wachsender Spannungen zwischen den USA und Iran. Die US-Aktienmärkte schlossen derweil uneinheitlich, während Gold nach jüngsten Rekordständen deutlich unter Druck geriet, da Anleger Gewinne mitnahmen.

US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März legte um 2,21 US-Dollar zu und schloss bei 65,43 US-Dollar je Barrel. Die Nordsee-Sorte Brent für März verteuerte sich um 2,31 US-Dollar auf 70,71 US-Dollar je Barrel.



US-Präsident Donald Trump erwägt Medienberichten zufolge verschiedene Optionen im Umgang mit Iran, darunter gezielte Angriffe auf Sicherheitskräfte und ranghohe Führungspersonen, um interne Unruhen zu fördern. Israelische und arabische Vertreter warnten jedoch, dass alleinige Luftschläge kaum geeignet seien, die religiöse Führung in Teheran zu stürzen.

Iran ist laut der US-Energieinformationsbehörde (EIA) im Jahr 2025 der drittgrößte Ölproduzent innerhalb der OPEC – hinter Saudi-Arabien und dem Irak. Jegliche militärische Aktion der USA gegen Iran könnte die globalen Energieflüsse erheblich stören und die Volatilität an den Märkten weiter anheizen.


An der Wall Street beendeten die wichtigsten Indizes den Handel gemischt. Investoren werteten eine neue Runde von Unternehmenszahlen aus und stellten zugleich infrage, ob die massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz den erhofften Ertrag für große Technologiekonzerne liefern werden.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 55,96 Punkte bzw. 0,11 Prozent auf 49.071,56 Zähler. Der S&P 500 gab um 9,02 Punkte oder 0,13 Prozent auf 6.969,01 nach, während der Nasdaq Composite um 172,33 Punkte bzw. 0,72 Prozent auf 23.685,12 fiel.


Aktien von Microsoft gerieten deutlich unter Druck, nachdem der Softwarekonzern schwächere Erlöse im Cloud-Geschäft gemeldet hatte. Dies verstärkte die Sorge, dass sich die umfangreichen Investitionen – unter anderem in den Partner OpenAI – langsamer als erhofft auszahlen könnten. Der Kursrückgang belastete den S&P 500, während auch andere Softwaretitel nach enttäuschenden Ergebnissen nachgaben.

Der Goldpreis fiel am Freitag spürbar, nachdem das Edelmetall in den vergangenen Sitzungen mehrfach neue Rekordstände erreicht hatte. Gewinnmitnahmen dominierten das Geschehen. US-Gold-Futures zur Lieferung im Februar gaben um 0,3 Prozent nach und schlossen bei 5.318,40 US-Dollar je Feinunze.