Eifersuchtsstreit löst Explosion aus – vier Verletzte in Pattaya

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Rettungskräfte der Sawang Boriboon leisten Erste Hilfe für die Verletzten nach der Explosion eines selbstgebauten Sprengkörpers in einem Wohnhaus in Nongprue, Ost-Pattaya.

PATTAYA, Thailand – Ein nächtlicher Streit innerhalb einer Familie ist in den frühen Morgenstunden des Samstags in einer Explosion geendet. Vier Personen wurden verletzt, nachdem ein selbstgebauter Sprengkörper, eine sogenannte „Ping-Pong-Bombe“, in einem Wohnhaus im Osten von Pattaya detonierte.

Gegen 0.16 Uhr am 25. Januar gingen bei der Sawang-Boriboon-Rettungsorganisation Meldungen über eine Explosion mit mehreren Verletzten in einem Haus in der Soi Thung Klom-Tan Man 29, Moo 14, ein. Beamte der Polizeistation Nongprue sowie Rettungskräfte wurden umgehend zum Einsatzort entsandt.



Vor Ort fanden die Einsatzkräfte vier verletzte Personen. Der Hauptverdächtige, der 27-jährige Thai-Norweger Christian Kwamah, erlitt durch die Explosion schwere Verletzungen an der linken Hand. Seine Ehefrau, die 23-jährige Patcharida Kwamah, wurde durch Splitter im Gesicht verletzt. Zwei weitere Personen, Anuwat Chompho (21) und Supaporn Johmoh (21), erlitten leichtere Verletzungen sowie Ohrensausen. Alle Betroffenen erhielten zunächst Erste Hilfe und wurden anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Am Tatort stellten die Behörden deutliche Spuren der Explosion fest. Ein Marmortisch war zerstört, Fensterscheiben gingen zu Bruch, und Blutspuren waren an Wänden und auf dem Boden sichtbar. Polizeibeamte sicherten Fragmente eines selbstgebauten Sprengkörpers, der als lokal hergestellte „Ping-Pong-Bombe“ identifiziert wurde, als Beweismittel.

Nach Angaben des 21-jährigen Anuwat hatte die Gruppe zuvor vor dem Haus Alkohol konsumiert, als es zwischen Christian und seiner Ehefrau zu einem Streit aus Eifersucht kam. Der Verdächtige, der beruflich in Norwegen tätig ist, soll den Sprengkörper an sich genommen haben, um seine Frau zu bedrohen, und ihn auf den Marmortisch geschlagen haben, wodurch es zur Explosion kam.

Familienangehörige und Nachbarn zeigten sich schockiert, während die Polizei den Bereich absperrte und den Vorfall dokumentierte. Die Ermittler erklärten, dass rechtliche Schritte eingeleitet werden, sobald sich der Zustand der Verletzten stabilisiert hat und formelle Aussagen möglich sind.

Die Behörden warnten eindringlich vor der großen Gefahr selbstgebauter Sprengkörper. Solche Vorrichtungen könnten selbst dann schwere Verletzungen oder Todesfälle verursachen, wenn sie lediglich zur Einschüchterung eingesetzt würden.