
PATTAYA, Thailand – Das thailändische Central Investigation Bureau (CIB) hat in enger Zusammenarbeit mit südkoreanischen Behörden an der Botschaft der Republik Korea, der Einwanderungspolizei sowie weiteren zuständigen Stellen eine koordinierte Razzia in einem Wohnhaus in Pattaya, Bezirk Banglamung, Provinz Chonburi, durchgeführt. Dabei wurde ein international agierendes Callcenter-Kriminellennetzwerk zerschlagen, das sich in Thailand versteckt hielt.
Bei dem Einsatz wurden zwei chinesische Staatsangehörige festgenommen. Der erste Verdächtige, Mr. Xian, auch bekannt unter dem Alias „Ham“, wird per Interpol Red Notice gesucht. Ihm werden unter anderem Menschenhandel, Zwangsarbeit sowie eine führende Rolle in einem transnationalen Callcenter-Betrugssyndikat vorgeworfen. Zudem steht er im Zusammenhang mit einem tätlichen Angriff auf einen südkoreanischen Studenten im Ausland, bevor er nach Pattaya flüchtete.
Der zweite Festgenommene, Mr. Chen, wurde wegen Methamphetaminkonsums verhaftet. Drogentests bestätigten den Konsum illegaler Substanzen. Er räumte ein, in dem gleichen Wohnhaus in Pattaya Crystal Meth konsumiert zu haben.
Die Festnahmen sind das Ergebnis intensiver nachrichtendienstlicher Zusammenarbeit zwischen Thailand und Südkorea, mit dem Ziel, grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen. Im Fokus stehen insbesondere Callcenter-Syndikate, die Thailand als Operationsbasis nutzen, um Opfer anzulocken, Reisepässe zu konfiszieren, Zwangsarbeit durchzusetzen und sogenannte „Mule-Konten“ für Geldwäsche zu betreiben.
Mr. Xian wurde dem Büro des thailändischen Generalstaatsanwalts übergeben, wo nun die Auslieferungsverfahren vorbereitet werden. Mr. Chen befindet sich weiterhin im Gewahrsam der Polizei von Nongprue, Provinz Chonburi, und wartet auf weitere strafrechtliche Schritte. Die Ermittlungen dauern an, um festzustellen, ob weitere Personen mit dem Netzwerk in Verbindung stehen.









