Thailands Premier ordnet BHQ-Untersuchung nach Waffenfund nahe Pattaya an

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Anutin Charnvirakul erklärt, dass der Waffenfall von Na Jomtien Auswirkungen auf zukünftige Diskussionen über die visafreie Einreise haben könnte, während die Polizei ihre Ermittlungen zu mutmaßlichen internationalen Verbindungen intensiviert.

BANGKOK, Thailand – Premierminister Anutin Charnvirakul hat eine umfassende und aggressive Untersuchung angeordnet, nachdem ein chinesischer Staatsangehöriger in Na Jomtien südlich von Pattaya in der Provinz Chonburi mit einer Limousine verunglückt war und Behörden im Fahrzeug angeblich ein großes Arsenal militärischer Waffen entdeckt hatten.

Bei einer Stellungnahme auf dem Luftwaffenstützpunkt Wing 6 in Don Mueang am 9. Mai nach seiner Rückkehr vom ASEAN-Gipfel auf den Philippinen erklärte Anutin, dass ihn Polizeigeneral Kitrat Phanphet kurz nach dem Vorfall bereits über den schockierenden Fund informiert habe.


Berichten zufolge untersuchten Beamte der Polizeistation Na Jomtien ein umgestürztes Fahrzeug in Na Jomtien und entdeckten darin zahlreiche Kriegswaffen. Der Fahrer wurde als chinesischer Staatsbürger identifiziert. Anutin erklärte, er habe Polizei und Sicherheitsbehörden angewiesen, die Ermittlungen dringend auszuweiten, die tatsächliche Herkunft der Waffen nachzuverfolgen und zu prüfen, ob Verbindungen zu internationalen kriminellen Netzwerken bestehen.

„Dies wirft ernste Fragen darüber auf, wie ein Ausländer eine derart große Menge an Waffen besitzen konnte“, sagte Anutin und betonte, dass Thailand den unerlaubten Besitz von Schusswaffen strikt verbiete.


Der Premierminister warnte, dass jeder, der illegal Waffen mit sich führe, mit schweren rechtlichen Konsequenzen rechnen müsse. Der Fall zeige deutlich, warum die Behörden die Waffenkontrollgesetze nicht lockern könnten.

Auf Fragen zu Berichten, wonach Ermittler auf dem Mobiltelefon des Verdächtigen mögliche Verbindungen zur kambodschanischen BHQ-Gruppe entdeckt hätten, erklärte Anutin, dass die Behörden sämtliche Hinweise sorgfältig und entschlossen untersuchen müssten.

Er räumte ein, dass der Vorfall künftig Auswirkungen auf Diskussionen über Thailands visafreie Einreisepolitik haben könnte, betonte jedoch, dass zunächst eindeutige Beweise gesammelt werden müssten, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden.

Nach der Pressekonferenz scherzte Anutin mit Reportern und zeigte auf hinter ihm stehende Militärvertreter mit der Frage, warum diese ebenfalls nicht befragt würden. Später lobte er Generalleutnant Nattapong Praokaew, der kürzlich zum Sekretär der Sonderdelegation der Regierung für Grenzfragen im Süden ernannt wurde, mit den Worten: „Wenn es um Verhandlungen geht, enttäuscht dieser Mann niemals.“