Thailands Luftfahrtsektor unter Druck: Airlines kürzen weltweit Flugpläne

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Weltweit reduzieren Fluggesellschaften Frequenzen und passen Flugpläne an, da hohe Treibstoffkosten und schwache Nachfrage in der Nebensaison die Luftfahrtbranche unter Druck setzen.

PATTAYA, Thailand – Die Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT) erklärt, dass Fluggesellschaften weltweit ihre Flugpläne schrittweise anpassen und Frequenzen reduzieren, da stark gestiegene Kerosinpreise und eine schwächere Nachfrage in der Nebensaison die globale Luftfahrtbranche zunehmend belasten.

Die thailändischen Luftfahrtbehörden beobachten die Auswirkungen der steigenden Preise für Jet A-1-Kraftstoff genau, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im Nahen Osten. Obwohl sich die Rohölpreise auf den Weltmärkten teilweise stabilisiert haben, bleiben die Treibstoffkosten laut CAAT deutlich erhöht.


Als Gründe nennen die Behörden eine angespannte Versorgungslage, Störungen in Raffinerien im Nahen Osten sowie logistische Engpässe beim Transport von Treibstoff nach Asien.

Kraftstoff zählt zu den größten Betriebskosten von Fluggesellschaften. Gleichzeitig führt die traditionelle Nebensaison von Mai bis September zu geringerer Nachfrage im Tourismus, wodurch Airlines weltweit gezwungen sind, ihre Kapazitäten zu reduzieren und unrentable Strecken neu zu bewerten.

Viele Fluggesellschaften haben bereits begonnen, Flugpläne zu straffen, Frequenzen auf bestimmten Strecken zu senken und Kapazitäten flexibler zu steuern, um steigende Kosten mit der schwächeren Nachfrage in Einklang zu bringen.

Zur Entlastung des Sektors arbeitet die CAAT mit weiteren Behörden des Verkehrsministeriums zusammen, darunter Aeronautical Radio of Thailand und das Department of Airports. Ziel ist es, Maßnahmen zu prüfen, die Betriebskosten senken und essenzielle Flugverbindungen sichern.


Die Airlines Association of Thailand hat zudem vorgeschlagen, die Verbrauchssteuer auf Flugtreibstoff vorübergehend zu senken, um kurzfristigen finanziellen Druck zu mildern und mögliche Auswirkungen auf Passagiere zu reduzieren.

Gleichzeitig weist die CAAT Fluggesellschaften an, die Vorschriften zum Schutz von Passagieren strikt einzuhalten, insbesondere bei Flugplanänderungen, Rückerstattungen und alternativen Reiseangeboten. Airlines werden außerdem ermutigt, bei Umbuchungen und Passagiertransfers enger zusammenzuarbeiten, um Störungen für Reisende zu minimieren.