Thailand verschärft Maßnahmen gegen Cannabisschmuggel mit neuer Strafe von 30.000 Baht pro Kilogramm

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Die thailändische Zollbehörde hat strengere Geldstrafen für Cannabisschmuggel und Exportbetrug eingeführt, um das internationale Ansehen des Landes im Handel zu schützen.

PATTAYA, Thailand – Die thailändische Zollbehörde hat strengere Strafen für den Schmuggel von Cannabis sowie für betrügerische Angaben zur Herkunft von Exportwaren angekündigt. Ziel der Maßnahmen ist es, das internationale Ansehen des Landes zu schützen und das Vertrauen globaler Handelspartner zu stärken.

Der Generaldirektor der Zollbehörde, Panthong Loykulnunt, erklärte, dass die neuen Regelungen im Rahmen der Regierungspolitik zur Intensivierung der Bekämpfung illegaler Importe und Exporte eingeführt werden. Besonderes Augenmerk liege dabei auf dem zunehmenden Cannabisschmuggel sowie auf falschen Herkunftsangaben bei Exportgütern, die als „Made in Thailand“ deklariert werden.



Laut Behörden wurden zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 insgesamt 2.983 Fälle von Cannabisschmuggel registriert. Dabei wurden 35.011 Kilogramm Cannabis mit einem geschätzten Wert von über 445 Millionen Baht beschlagnahmt. Die Zahl der Fälle sei weiter steigend.

Bisher wurden beschlagnahmte Waren lediglich eingezogen, was laut Zollbehörde nicht ausreichend abschreckend wirkte, da der hohe Marktwert in Zielländern das Risiko für Schmuggler attraktiv machte. Um dem entgegenzuwirken, gelten seit dem 17. Juni neue, strengere Strafen: Täter müssen nun zusätzlich zur Beschlagnahmung mit einer Geldstrafe von 30.000 Baht pro Kilogramm Cannabis rechnen.

Die Behörden betonen, dass die Maßnahmen verhindern sollen, dass Thailand als Transit- oder Sammelpunkt für illegale Cannabislieferungen in Länder mit strengen Drogengesetzen genutzt wird.

In einem weiteren Schritt hat die Zollbehörde auch die Strafen für falsche Ursprungsangaben bei Exportwaren erhöht. Unternehmen, die unrechtmäßig behaupten, ihre Produkte seien thailändischen Ursprungs, müssen künftig mit Geldstrafen von 500.000 Baht sowie dem Entzug aller zollrechtlichen Privilegien rechnen.

Die Behörden warnen, dass solche Betrugsfälle das Vertrauen in thailändische Produkte im internationalen Handel erheblich schädigen und zu Handelsstreitigkeiten oder strengeren Kontrollen durch andere Länder führen könnten.

Panthong betonte, dass die verschärften Maßnahmen notwendig seien, um Verstöße konsequent zu bekämpfen, faire Handelsbedingungen zu sichern und die Glaubwürdigkeit Thailands auf den Weltmärkten zu schützen.