Thailand erwägt Einreisegebühr von 450 Baht für ausländische Besucher

0
114
Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul erläutert die geplante Einreisegebühr von 450 Baht für ausländische Besucher. Die Einnahmen sollen touristische Ziele fördern und eine Reiseversicherung finanzieren.

BANGKOK, Thailand – Thailand erwägt eine Gebühr von 450 Baht für ausländische Besucher, die unter die geplante Regelung fallen. Nach Abzug der Erhebungs- und Versicherungskosten rechnet die Regierung mit jährlichen Einnahmen von mindestens acht Milliarden Baht. Diese sollen touristische Ziele, Naturschutz und den Schutz der Reisenden unterstützen.

Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul erklärte, am 6. Oktober habe ein Treffen mit Behörden, Unternehmen und Vertretern der Zivilgesellschaft stattgefunden. Vorausgegangen war eine Online-Konsultation, bei der 80,50 Prozent der 5.954 Teilnehmer den Verordnungsentwurf unterstützten.


Die geplante Gebühr soll zunächst für gebührenpflichtige ausländische Besucher gelten, die auf dem Luftweg nach Thailand einreisen. An Grenzübergängen auf dem Land- und Seeweg soll die Erhebung erst ein Jahr später beginnen. Ein Teil der Einnahmen soll eine Reiseversicherung finanzieren, die Todesfälle und medizinische Behandlungskosten für Besucher abdeckt, die die Gebühr entrichten. Die übrigen Mittel sollen in die Instandsetzung und Entwicklung touristischer Ziele fließen.

Gesundheitsminister Phatthana Phromphat erklärte, im öffentlichen Gesundheitswesen blieben jährlich mehr als sieben Milliarden Baht an Behandlungskosten ausländischer Patienten unbezahlt. Daten von 32 Krankenhäusern aus dem Jahr 2024 zeigten Forderungen von insgesamt 16,957 Milliarden Baht. Davon seien lediglich 9,935 Milliarden Baht beglichen worden.


Bei der Online-Konsultation befürworteten 78,30 Prozent die vorgeschlagene Höhe von 450 Baht. Die größte Gruppe der Befragten, 36,26 Prozent, sprach sich für eine Erhebung über Flugtickets aus, um Verzögerungen bei der Einreisekontrolle zu vermeiden.

Vertreter der Privatwirtschaft forderten eine Gebühr, die Reisende nicht abschreckt, sowie ein effizientes Erhebungsverfahren ohne zusätzliche Wartezeiten. Zudem regten sie mögliche Ausnahmen für Personen an, die regelmäßig die Grenze überqueren, und verlangten klare Informationen zum Versicherungsschutz.

Die Regierung will Einnahmen, Versicherungskosten, Auszahlungen und finanzierte Tourismusprojekte transparent offenlegen und einer öffentlichen Überprüfung zugänglich machen. Das Tourismus- und Sportministerium wird die Rückmeldungen in den Entwurf einarbeiten und ihn anschließend dem Nationalen Ausschuss für Tourismuspolitik sowie dem Kabinett zur Prüfung vorlegen.