Thailand erhebt ab dem ersten Baht Steuern auf Online-Importe, um fairen Wettbewerb zu sichern

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Die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Periswiwatthana erläutert die neue Regierungspolitik zur Erhebung von Steuern auf alle online importierten Waren ab dem ersten Baht, gültig ab 1. Januar.

PATTAYA, Thailand – Thailand hat zum 1. Januar offiziell mit der Erhebung von Steuern auf alle online importierten Waren ab dem ersten Baht begonnen und damit eine langjährige Steuerbefreiung für geringwertige Importe beendet, teilte die Regierung mit.

Die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Periswiwatthana erklärte, dass die neue Maßnahme die bisherige Steuerbefreiung für importierte Waren im Wert von bis zu 1.500 Baht aufhebt. Ziel der Regelung sei es, fairen Wettbewerb zu schaffen, die staatlichen Einnahmen zu verbessern und sicherzustellen, dass importierte Produkte den gesetzlichen Standards Thailands entsprechen.



Nach den neuen Vorschriften unterliegen nun alle online importierten Waren unabhängig von ihrem Wert der Mehrwertsteuer sowie gegebenenfalls Einfuhrzöllen. Die Regierung betonte, dass dies dazu beitragen werde, Wettbewerbsverzerrungen zwischen thailändischen Unternehmen – insbesondere kleinen und mittleren Betrieben – und günstigen ausländischen Produkten zu verringern, die zuvor steuerfrei in den Markt gelangten.

Lalida räumte ein, dass die Preise einiger Produkte steigen könnten. Insbesondere bei Bekleidung und Textilien werde ein Preisanstieg von etwa 20 bis 30 Prozent erwartet, während andere Waren je nach Zoll- und Steuerklassifizierung unterschiedlich betroffen seien. Gleichzeitig habe die Regierung Maßnahmen ergriffen, um den Komfort für Verbraucher aufrechtzuerhalten.


Derzeit seien bei rund 97 Prozent der importierten Waren die Steuern bereits im angezeigten Online-Preis enthalten. Dadurch können Verbraucher weiterhin eine einmalige Zahlung leisten und ihre Bestellungen wie gewohnt erhalten, ohne zusätzliche Abgaben bei der Zollabfertigung zahlen zu müssen.

Im Bereich des Verbraucherschutzes hat das Zollamt mit großen Online-Plattformen wie Lazada, Shopee, TikTok, SHEIN und TEMU zusammengearbeitet, um die Produktkontrollen zu verschärfen. Waren, die nicht den Anforderungen des Thai Industrial Standards Institute (TISI) oder der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) entsprechen, sowie illegale Produkte wie E-Zigaretten, werden entfernt und von der Einfuhr ausgeschlossen.


Die Regierung betonte, dass die Maßnahme nicht darauf abziele, Verbraucher zusätzlich zu belasten, sondern das Steuersystem zu modernisieren und es fair, transparent und an die digitale Wirtschaft angepasst zu gestalten. Online-Shopping solle unter den neuen Regelungen weiterhin bequem, sicher und besser geschützt bleiben. (TNA)