
PATTAYA, Thailand – Die thailändische Polizei hat eine umfangreiche behördenübergreifende Untersuchung gegen einen chinesischen Staatsbürger eingeleitet, der verdächtigt wird, ein Wohnhaus im Gebiet Na Jomtien in der Provinz Chonburi in eine mutmaßliche „Werkstatt für Kriegswaffen“ umgewandelt zu haben. Der Fall sorgt wegen möglicher Gefahren für die nationale Sicherheit und vermuteter Verbindungen zur transnationalen Kriminalität für große Aufmerksamkeit.
Polizeigeneral Kitrat Phanphet ordnete an, „jede Dimension“ des Falls zu untersuchen, nachdem die Behörden in einem Haus in Huai Yai ein großes Arsenal an militärischen Waffen und Sprengstoffen entdeckt hatten. Die Ermittlungen begannen nach einem Verkehrsunfall in Na Jomtien, an dem der Verdächtige beteiligt gewesen sein soll.
Nach Angaben der Polizei wurde der 31-jährige chinesische Staatsbürger Mingchen Sun zunächst mit Schusswaffen und Munition in seinem verunfallten Fahrzeug entdeckt. Anschließend durchsuchten die Beamten seine Unterkunft, wo sie nach eigenen Angaben ein umfangreiches Lager mit Waffen, Sprengstoffen und militärischer Ausrüstung fanden.
Zu den beschlagnahmten Gegenständen gehörten Sturmgewehre, Granaten, C4-Sprengstoff, Komponenten für Sprengfallen, Zünder sowie Schutzausrüstung wie kugelsichere Westen und Gasmasken. Ermittler beschrieben das Objekt als einen Ort, der einer geheimen Waffenmontage ähnele.
Die Behörden erklärten zudem, auf dem Mobiltelefon des Verdächtigen digitale Beweise gefunden zu haben, darunter Bilder eines Waffentrainings in einer mit BHQ verbundenen Einrichtung in Kambodscha sowie Online-Unterhaltungen über Sprengstoffe und mögliche Angriffspläne.

Mehrere Behörden sind inzwischen in die Ermittlungen eingebunden, darunter Entschärfungseinheiten, Einwanderungsbeamte, regionale Ermittler und Forensik-Teams. Auch die chinesische Botschaft soll in bestimmte Teile der Untersuchung einbezogen werden.
Darüber hinaus wurden laut Polizei ungewöhnliche Identitätsunterlagen festgestellt, darunter mehrere Reisepässe, thailändische Ausweisdokumente sowie Melderegistereinträge in Bangkok und frühere Verbindungen nach Chiang Mai. Alle Unterlagen würden derzeit überprüft.
Die Behörden teilten mit, dass der Verdächtige das Anwesen in Chonburi seit etwa zwei Jahren gemietet habe und seit 2020 regelmäßig nach Thailand ein- und ausgereist sei.
Die Polizei erklärte außerdem, dass der Mann Anzeichen starken psychischen Stresses zeige und engmaschig überwacht werde. Eine psychiatrische Untersuchung werde in Betracht gezogen.
Trotz der schweren Vorwürfe beschrieben Nachbarn den Verdächtigen als höflich und freundlich und äußerten Schock darüber, dass angeblich eine derart große Menge an Sprengstoff in ihrer Gemeinde gelagert worden sei.
Die Ermittlungen dauern an. Forensische Untersuchungen sollen nun klären, ob der Fall mit größeren internationalen kriminellen Netzwerken verbunden ist.













