
PATTAYA, Thailand – Das thailändische Department of Business Development sowie das Department of Special Investigation (DSI) haben eine verschärfte landesweite Offensive gegen mutmaßliche ausländische Nominee-Unternehmen angekündigt. Die Maßnahmen begannen auf den Touristeninseln Ko Pha-ngan und Ko Samui und werden nun auf Phuket, Krabi, Phang Nga, Pattaya und Hua Hin ausgeweitet.
Die Behörden erklärten, dass die Operation nach zunehmenden Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsbetreibern eingeleitet wurde. Dabei geht es um Gruppen ausländischer Investoren, die angeblich thailändische Strohmänner nutzen, um Unternehmen illegal zu kontrollieren und tourismusbezogene Ressourcen auszubeuten.
Beamte gaben bekannt, dass derzeit mehr als 11.426 Unternehmen mit ausländischer Beteiligung auf Koh Phangan und Koh Samui überprüft und für weitere Ermittlungen in Hoch-, Mittel- und Niedrigrisikogruppen eingestuft werden.
Das Department of Business Development erklärte, dass Pattaya weiterhin zu den größten Problemzonen des Landes gehört. Dort existieren nahezu 19.910 Unternehmen mit ausländischen Anteilseignern, was fast 60 Prozent aller registrierten Firmen in der Stadt entspricht. Chinesische, britische, russische, indische und deutsche Investoren bilden die größten ausländischen Unternehmensgruppen in Pattaya.
Die Behörden betonten, dass sich die Untersuchungen nicht nur auf Nominee-Strukturen beschränken werden. Im Fokus stehen zudem mögliche Verstöße gegen Tourismuslizenzen, Arbeitsgesetze, steuerliche Vorschriften sowie verdächtige Immobilienbesitze.
Das DSI bestätigte außerdem eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden zur Bekämpfung der Geldwäsche, um die Durchsetzungsbefugnisse weiter zu stärken. Hintergrund sind vorgeschlagene Gesetzesänderungen, wonach Verstöße im Zusammenhang mit Nominee-Strukturen künftig als Vortaten nach den Geldwäschegesetzen eingestuft werden könnten. Ermittler wären dadurch in der Lage, Finanzströme effektiver nachzuverfolgen und Vermögenswerte aus illegalen Aktivitäten zu beschlagnahmen.
Thailändische Behörden erklärten ferner, dass verschärfte Maßnahmen bei Unternehmensregistrierungen, die Anfang dieses Jahres eingeführt wurden, bereits zu einem deutlichen Rückgang verdächtiger Nominee-Anmeldungen geführt hätten. Gleichzeitig wurde jedoch gewarnt, dass die Durchsetzungsmaßnahmen in wichtigen Touristenzentren nun erheblich aggressiver werden.













