
TRAT, Thailand – Die Bewohner des Unterbezirks Ao Yai in der Provinz Trat stehen vor einer wachsenden Wasserkrise, da der Wasserstand des örtlichen Stausees nach einer seit Anfang Mai anhaltenden Trockenperiode weiter sinkt. Behörden und Gemeindevorsteher warnen, dass der Stausee ohne ergiebige Niederschläge oder Soforthilfe nur noch für vier bis sieben Tage Wasser liefern kann. Betroffen wären zwischen 400 und 500 Haushalte, die auf das örtliche Wasserversorgungssystem angewiesen sind.
Der Stausee hinter der Verwaltungsorganisation des Unterbezirks Ao Yai im Bezirk Mueang Trat umfasst mehr als 100 Rai und ist eine wichtige Rohwasserquelle für Anwohner und Obstbauern. Trotz des rasch sinkenden Wasserstands entnehmen Landwirte weiterhin Wasser zur Bewässerung ihrer Obstplantagen, während das Dorfwassersystem täglich mehrere Hundert Kubikmeter Wasser für mehr als 400 Haushalte fördert.
Anwohner berichten, dass der Wasserstand inzwischen nahezu Bodenniveau erreicht hat. Es besteht die Sorge, dass die Pumpen bald nicht mehr genügend Wasser fördern können, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Pairot Jindawong, Vorsitzender der Gemeinde Ao Yai und ehemaliger Ortsvorsteher, erklärte, dass Dorfmittel in Höhe von 200.000 Baht eingesetzt wurden, um Auftragnehmer mit der Vertiefung bestimmter Bereiche des Stausees zu beauftragen. Dadurch soll das verbleibende Wasser in tieferen Zonen gesammelt werden, um die Versorgung von Haushalten und Landwirtschaft fortzusetzen und gleichzeitig die zukünftige Speicherkapazität zu erhöhen.
„Wir hoffen zumindest, dass der Stausee im kommenden Jahr mehr Wasser speichern und die Gemeinde ausreichend versorgen kann“, sagte Pairot. „Das Dorfwassersystem benötigt dringend eine verlässliche Rohwasserquelle. Andernfalls könnten 400 bis 500 Haushalte vor erheblichen Problemen stehen.“
Er fügte hinzu, dass die Bewohner bislang keine Unterstützung von den Bewässerungsbehörden der Provinz erhalten hätten.
Manit Suebsang, der das Dorfwassersystem betreut, erklärte, dass der anhaltende Niederschlagsmangel seit Anfang Mai die Wasserreserven stark reduziert habe.
„Nach unserer Einschätzung reicht das verbleibende Rohwasser ohne Regen oder externe Hilfe höchstens noch sieben Tage“, sagte er. „Die Auswirkungen auf die Verbraucher werden erheblich sein, und wir müssen möglicherweise vorübergehend Wasser von privaten Anbietern zukaufen.“
Manit forderte die zuständigen Provinzbehörden, darunter das Bewässerungsamt von Trat sowie das Amt für Katastrophenschutz und Schadensminderung, zu sofortigem Handeln auf. „Wir befinden uns bereits in einer kritischen Lage und benötigen dringend Unterstützung“, sagte er.













