
NONTHABURI, Thailand – Eine 73-jährige Frau wurde verletzt, nachdem ihr ein Dieb offenbar eine Goldkette vom Hals gerissen hatte, während sie vor ihrem Haus auf die morgendliche Almosengabe wartete. Der Vorfall führte zu einer dramatischen Verfolgung, bei der drei Frauen versuchten, den Täter aufzuhalten, bevor dieser mit der Beute fliehen konnte.
Beamte der Polizeiwache Bang Bua Thong wurden am Morgen des 7. Juni gegen 7.00 Uhr zu einer Wohnsiedlung im Bezirk Bang Rak Phatthana in der Provinz Nonthaburi gerufen. Als die Polizei eintraf, war das Opfer, die 73-jährige Frau Cheng, bereits von ihrer Tochter in das Krankenhaus Bang Bua Thong gebracht worden. Die Seniorin hatte Verletzungen am Hals erlitten. Am Tatort fanden Ermittler Blutspuren, einen Schuh sowie einen Regenschirm. Die gestohlene Halskette bestand nach Polizeiangaben aus einer Goldlegierung im Wert von rund 90.000 Baht.
Auf Aufnahmen von Überwachungskameras ist Berichten zufolge ein kräftig gebauter Mann mit einer Körpergröße von etwa 165 bis 170 Zentimetern zu sehen, der auf einem roten Motorrad unterwegs war. Der Verdächtige soll mehrfach um das Haus des Opfers gefahren sein, bevor er anhielt und sich der älteren Frau näherte. Nach Angaben der Polizei riss er ihr die Goldkette vom Hals und versuchte anschließend, auf seinem Motorrad zu fliehen.
Seine Flucht wurde jedoch zunächst durch zwei Frauen unterbrochen, die zufällig auf einem Motorrad vorbeifuhren. Zunächst gingen sie davon aus, dass der Mann der gestürzten Frau helfen wollte. Als sie jedoch die Tochter des Opfers laut um Hilfe rufen hörten und erfuhren, dass ein Raubüberfall stattgefunden hatte, reagierten sie sofort.
Gemeinsam mit der Tochter der Seniorin liefen die beiden Frauen auf den Verdächtigen zu und stellten ihn zur Rede. Während der Auseinandersetzung schlugen sie den Mann mehrfach und brachten sein Motorrad zu Fall.
Eine der Helferinnen, die 29-jährige Pichathorn, berichtete, dass sie gemeinsam mit ihrer Mutter auf dem Weg gewesen sei, Essen zu kaufen, als sie die ältere Frau am Boden liegen sah. „Zuerst dachte ich, der Mann würde ihr helfen“, erklärte sie. „Dann hörte ich die Tochter rufen, dass ein Dieb Gold gestohlen habe. Ich packte den Verdächtigen am Hemd und schlug zwei- oder dreimal zu. Es sah so aus, als würde er den Kampf verlieren.“
Nach ihren Angaben änderte sich die Situation jedoch schlagartig, als der Verdächtige plötzlich ein Messer zog und damit drohte, die Frauen zu töten. „Meine Mutter sagte uns sofort, wir sollten uns zurückziehen“, berichtete Pichathorn. Angesichts der Bedrohung gingen die Frauen auf Abstand, woraufhin der Mann sein Motorrad wieder aufrichten und mit der gestohlenen Halskette fliehen konnte.
Die Tochter des Opfers erklärte gegenüber der Polizei, ihre Mutter habe vor dem Haus gestanden, um Mönchen Almosen zu geben, als der Verdächtige mehrfach an ihr vorbeifuhr und versuchte, ein Gespräch zu beginnen. Die ältere Frau habe den Mann nicht gekannt und ihn zuvor noch nie gesehen.
Die Familie zeigte sich nach dem Vorfall besorgt um ihre Sicherheit und forderte die Polizei auf, den Täter schnellstmöglich zu identifizieren und festzunehmen. Die Ermittler werten derzeit Überwachungsaufnahmen aus und sammeln weitere Beweise.













