Motiv hinter Säureangriff in Pattaya wird nach Festnahme eines Briten bekannt

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Die Polizei nimmt in Pattaya einen britischen Staatsbürger fest, nachdem er während der Suche nach seiner verschwundenen thailändischen Freundin mutmaßlich eine Hausverwalterin mit einer ätzenden Flüssigkeit angegriffen haben soll.

PATTAYA, Thailand – Was zunächst wie ein gewöhnlicher Abend in einem Apartmentgebäude im Zentrum von Pattaya begann, endete in einem schweren Gewaltverbrechen, nachdem ein britischer Staatsangehöriger einer Hausverwalterin mutmaßlich eine ätzende Flüssigkeit ins Gesicht und auf den Körper geschleudert hatte. Die Frau erlitt dabei schwere Verletzungen. Der 40-jährige Brite Richard Langford wurde inzwischen festgenommen. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Angriff während seiner hektischen Suche nach seiner verschwundenen thailändischen Freundin.

Der Vorfall ereignete sich am Abend des 23. Juni in einem Gästehaus in der Soi Arunothai 2 im Zentrum Pattayas. Das Opfer, die 43-jährige Hausverwalterin Wirawan Apimethithamrong, erlitt schwere Verätzungen durch eine Flüssigkeit, bei der es sich nach ersten Ermittlungen um eine säurehaltige Substanz gehandelt haben soll.



Nach Angaben der Polizei wollte Langford seine thailändische Freundin ausfindig machen, die sich jedoch nicht in dem Gebäude befand. In einem aufgebrachten Zustand soll er durch das Gebäude gegangen sein und an mehreren Wohnungstüren geklopft haben, bevor es zu dem Angriff kam.

Bei der Spurensicherung am 24. Juni entdeckten Ermittler Verätzungen an verschiedenen Gegenständen, darunter ein Sitzkissen und eine Fußmatte, die auf den Kontakt mit einer ätzenden Chemikalie hindeuten.

Eine 33-jährige Bewohnerin, die unter dem Pseudonym „Rose“ auftrat, berichtete, sie habe Langford mit einer Mütze und einer Jacke gesehen, wie er von den oberen Etagen aus an sämtliche Türen klopfte. Später sei er zweimal zurückgekehrt und von der Hausverwalterin begleitet worden, die den Bewohnern erklärt habe, dass er kein Gast der Unterkunft sei.


Kurz darauf habe sie Schreie gehört und sei nach unten geeilt. Dort habe sie die Hausverwalterin mit starken Verätzungen und erheblichen Schmerzen vorgefunden. Rettungskräfte wurden umgehend verständigt.

Nach einem Hinweis eines Anwohners fanden Reporter und Polizeibeamte Langford wenig später in der Soi Chalerm Phrakiat 19 nahe der Soi Buakhao, wo er sich an einem Straßenimbiss mit einer Thailänderin stritt.

Zeugen zufolge verhielt er sich auffällig und forderte die Rückgabe seines Reisepasses sowie seines Geldes, damit er Thailand verlassen könne. Beamte der Polizeiwache Pattaya nahmen ihn schließlich fest.

Während der Vernehmung erklärte Langford, er habe nach seiner thailändischen Freundin und einer befreundeten Transgender-Person gesucht, denen er vorwarf, seinen Reisepass an sich genommen zu haben. Er sei zu dem Apartmenthaus gegangen, weil ihn beide zuvor dorthin gebracht hätten und er vermutet habe, sie könnten sich dort aufhalten.



Er gab an, während der Auseinandersetzung ein Glas mit Flüssigkeit ergriffen und geworfen zu haben, ohne zu wissen, dass dieses eine ätzende Substanz enthielt. Er habe angenommen, es handele sich lediglich um ein Haushaltsreinigungsmittel. Außerdem behauptete er, in Notwehr gehandelt zu haben, nachdem er angeblich mit einer Machete bedroht worden sei. Diese Darstellung konnte die Polizei bislang nicht bestätigen.

Langford erklärte weiter, er fühle sich von seiner thailändischen Partnerin getäuscht und finanziell ruiniert, was zu seinem emotionalen Ausnahmezustand vor dem Vorfall beigetragen habe.

Die beteiligte 38-jährige Thailänderin Supranee aus der Provinz Sisaket erklärte gegenüber der Polizei, sie habe rund fünf Monate lang eine Beziehung mit Langford geführt. Er habe wiederholt aggressives Verhalten gezeigt, Gegenstände zerstört und Mobiltelefone beschädigt. Seinen Reisepass habe sie an sich genommen, nachdem er die Unterkunft verlassen habe, ohne die Miete zu bezahlen, und ihn anschließend einem Bekannten zur sicheren Aufbewahrung übergeben.


Nach Angaben der Frau eskalierte der Konflikt nach wiederholten Streitigkeiten über angeblichen Diebstahl und sein störendes Verhalten.

Die Polizei bestätigte außerdem, dass Langford sein Visum seit Februar 2026 überzogen hatte. Gegen ihn laufen bereits Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Einwanderungsgesetz. Weitere Anklagen im Zusammenhang mit dem Angriff werden vorbereitet.

Die verletzte Hausverwalterin wird weiterhin im Chonburi Hospital behandelt. Die Polizei arbeitet gemeinsam mit ihrer Familie an den weiteren rechtlichen Schritten.