Koh Phangan unter umfassender Untersuchung wegen mutmaßlicher ausländischer Nominee-Landgeschäfte

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Premierminister Anutin Charnvirakul leitete eine Inspektion auf Koh Phangan und ordnete umfassende Ermittlungen gegen mutmaßliche ausländische Nominee-Strukturen an, die zum illegalen Besitz von Land und zum Betrieb von Unternehmen genutzt wurden.

SURAT THANI, Thailand – Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul leitete am Mittwoch eine Delegation zur Ferieninsel Koh Phangan, um Ermittlungen gegen ausländische Unternehmen zu überwachen, die angeblich thailändische „Nominees“ nutzen, um illegal Land zu besitzen und Geschäfte zu betreiben.

Den Premierminister begleiteten der Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, der stellvertretende Verkehrsminister sowie zwei stellvertretende Innenminister, um Maßnahmen gegen ausländisch kontrollierte Unternehmen mit thailändischen Strohmännern zu koordinieren.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein luxuriöses Villenprojekt, das nach Angaben der Behörden illegal errichtet wurde und über eine mutmaßliche Scheinfirma einem israelischen Staatsbürger gehören soll.

Während des Besuchs ordnete Premierminister Anutin eine umfassende Untersuchung der Eigentümer- und Aktionärsstruktur des Unternehmens an. Er betonte, dass jeglicher ausländischer Landbesitz einen direkten Verstoß gegen thailändisches Recht darstelle.

Er erklärte, dass die Verantwortlichen sich ihrer fehlenden Eigentumsrechte bewusst seien, jedoch absichtlich thailändische Nominees einsetzen würden, um Öffentlichkeit und Staat darüber zu täuschen, dass es sich um thailändische Unternehmen handle.

Um die Verantwortlichen vollständig zu identifizieren, wies der Premierminister die Ermittler an, die finanziellen Geldflüsse des Unternehmens nachzuverfolgen, um die tatsächlichen Begünstigten hinter den Geschäften aufzudecken.


Die hochrangige Inspektion folgt auf eine umfassendere Polizeikampagne mit dem Titel „Vorgehen gegen ausländische Nominees auf Koh Phangan“. Bislang haben die Behörden 243 verdächtige Firmen ins Visier genommen und Unregelmäßigkeiten bei den Eigentumsunterlagen von 27 Grundstücken festgestellt.

Diese Maßnahmen führten zur Beschlagnahmung von 37 Landtiteln mit einer Gesamtfläche von rund 51 Rai (etwa 20 Acres) und einem geschätzten Wert von 150 Millionen Baht.

Zwei thailändische Staatsangehörige wurden bereits festgenommen, weil sie mutmaßlich illegale Nominee-Konstruktionen ermöglicht haben sollen, während ein dritter ausländischer Verdächtiger weiterhin flüchtig ist.


Ermittlungsdaten verdeutlichen das Ausmaß des Problems: Von den 3.754 registrierten juristischen Personen auf Koh Phangan haben 2.381 ausländische Anteilseigner.

Die Ermittler führen nun vertiefte Prüfungen bei Unternehmen durch, bei denen Ausländer den maximal zulässigen Anteil von 49 Prozent halten und thailändische Personen gleichzeitig als Anteilseigner in mehreren unabhängigen Firmen auftreten — ein typisches Warnsignal für Nominee-Strukturen.

Als Reaktion darauf richtete der stellvertretende Generalkommissar der Royal Thai Police, Polizeigeneral Samran Nualma, eine spezielle Einsatzgruppe ein, um die Untersuchungen gegen diese illegalen Netzwerke abzuschließen und weitere rechtliche Schritte einzuleiten.