Indischer Wahrsager wegen angeblich illegaler Glücksrituale in Pattaya festgenommen

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Die Touristenpolizei nahm in Pattaya einen indischen Staatsangehörigen fest, der Touristen angeblich gegen Bezahlung Wahrsagungen und Rituale zur Beseitigung schlechten Karmas anbot – ohne gültige Arbeitserlaubnis.

PATTAYA, Thailand – Die Touristenpolizei hat einen indischen Staatsangehörigen festgenommen, der verdächtigt wird, in Pattaya ohne Arbeitserlaubnis als Wahrsager tätig gewesen zu sein. Er soll Touristen angesprochen, ihnen drohendes Unglück vorhergesagt und anschließend Geld für angebliche spirituelle Rituale verlangt haben.

Die Festnahme erfolgte nach Beschwerden von Anwohnern und Touristen über eine Gruppe indischer Männer, die in religiös wirkender Kleidung in den Touristengebieten Pattayas, darunter an Stränden, in Restaurants und Cafés, Besucher ansprachen. Nach Angaben der Ermittler behaupteten die Verdächtigen unter anderem: „Ihr Glück schwindet“, „Ein großes Unglück steht bevor“ oder „Ihre guten Taten tragen keine Früchte“, um Menschen von Wahrsagungen oder Ritualen zur Beseitigung schlechten Karmas zu überzeugen.



Nach Angaben der Polizei umfassten die angeblichen Wahrsagungen Handlesen, Gesichtsdeutung, Glückszahlen, rote Schutzbänder und religiös anmutende Amulette, um Vertrauen zu schaffen, bevor Geld verlangt wurde. Die Gebühren sollen bei etwa 199 Baht begonnen haben. Einige Opfer seien anschließend unter Druck gesetzt worden, mehrere Tausend Baht für zusätzliche „Reinigungszeremonien“ zu bezahlen.

Gegen 13.20 Uhr am 16. Juli 2026 kontrollierten Ermittler der Touristenpolizei ein Café in Pattaya und trafen dort auf den 36-jährigen Inder, der als Herr Singh identifiziert wurde und dort angeblich Wahrsagedienste für Touristen anbot.

Bei der Überprüfung seiner Dokumente stellten die Beamten fest, dass er nicht im Besitz einer gültigen Arbeitserlaubnis war. Ein Tourist, der den Vorfall gemeldet hatte, erklärte, der Mann habe ihn angesprochen und behauptet, er habe Pech, bevor er eine Wahrsagung angeboten habe. Der Besucher und ein Freund zahlten jeweils 200 Baht. Anschließend soll Singh weitere 1.900 Baht für eine Zeremonie zur Beseitigung schlechten Karmas verlangt haben. Die beiden lehnten mit der Begründung ab, nicht genügend Geld zu besitzen.


Die Polizei erhob gegen Singh Anklage wegen unerlaubter Erwerbstätigkeit in Thailand sowie der Ausübung einer Tätigkeit ohne gültige Arbeitserlaubnis. Er wurde für weitere rechtliche Schritte zur Polizeiwache Pattaya City gebracht.

Nach Angaben der Polizei gestand der Verdächtige, Geld mit Wahrsagediensten verdient zu haben.

Die Touristenpolizei warnte Besucher davor, Fremden Glauben zu schenken, die behaupten, sie hätten Unglück oder müssten kostspielige Rituale durchführen. Solche Methoden könnten dazu dienen, Menschen unter Druck zu setzen, Geld zu bezahlen. Wer ähnliche Vorfälle beobachtet, wird gebeten, rund um die Uhr die Touristenpolizei unter der Hotline 1155 zu kontaktieren.