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KANCHANABURI, Thailand – Das thailändische Zentralbüro für Ermittlungen, die Central Investigation Bureau (CIB), hat im Rahmen einer Anti-Menschenhandels-Operation zwei Hotelangestellte in Kanchanaburi festgenommen. Die Ermittlungen richten sich gegen die mutmaßliche sexuelle Ausbeutung einer Minderjährigen.

Die Festnahmen wurden von Beamten der Anti-Human Trafficking Division im Rahmen der Operation „Hotel Watch“ durchgeführt. Ein 57-jähriger Hotelmitarbeiter und eine 43-jährige Zimmerfrau wurden auf Grundlage von Haftbefehlen festgenommen, die am 11. Juni vom Kanchanaburi Provincial Court erlassen worden waren. Beide werden des Menschenhandels beschuldigt.



Nach Angaben der Ermittler arbeiteten die Verdächtigen in einem Hotel in Kanchanaburi und sollen an der Vermittlung von Treffen zwischen Hotelgästen und einem minderjährigen Mädchen beteiligt gewesen sein. Die Polizei wirft den Beschuldigten vor, Hotelgäste – sowohl Kurzzeit- als auch Übernachtungsgäste – darüber informiert zu haben, dass auf dem Hotelgelände sexuelle Dienstleistungen einer Minderjährigen verfügbar seien.

Zeigten Gäste Interesse, sollen die Hotelangestellten Kontakt zu dem Mädchen aufgenommen und Treffen in von den Kunden gemieteten Hotelzimmern organisiert haben. Nach Angaben der Ermittler erhielten die Mitarbeiter für jede Vermittlung eine Provision von etwa 400 bis 500 Baht und erzielten damit zusätzliche Einnahmen neben ihrem regulären Gehalt.

Im Verlauf der Ermittlungen sammelten Beamte der Anti-Human-Trafficking-Abteilung Beweismaterial und beantragten Haftbefehle beim Gericht. Nachdem die Polizei Hinweise erhalten hatte, dass sich beide Verdächtigen im Hotel aufhielten, wurde die Festnahme durchgeführt.

Vor Ort identifizierten die Beamten die Beschuldigten, informierten sie über die gegen sie erhobenen Vorwürfe und vollzogen die Festnahmen ohne Zwischenfälle. Nach Angaben der Polizei bestätigten beide Personen ihre Identität als die in den Haftbefehlen genannten Verdächtigen und erklärten, zuvor nicht im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen worden zu sein.



Während der ersten Vernehmungen sollen beide Verdächtigen die gegen sie erhobenen Vorwürfe eingeräumt haben, teilten die Ermittler mit.

Das CIB erklärte, der Fall sei Teil der laufenden Bemühungen der thailändischen Behörden zur Bekämpfung von Menschenhandel und der Ausbeutung von Kindern. Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden arbeiten daran, weitere möglicherweise beteiligte Personen zu identifizieren und den Schutz der Opfer sicherzustellen. (TNA)