2.000 Jahre alter Goldring stärkt UNESCO-Bewerbung von Phetchaburi

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Die Abgeordnete Thiwanrat Angkinan unterstützt die Bewerbung von Phra Nakhon Khiri als UNESCO-Welterbe. Neue archäologische Funde, darunter rund 2.000 Jahre alte Goldringe mit Brahmi-Inschriften, stärken zugleich die Pläne für ein neues Provinzmuseum in Phetchaburi.

BANGKOK, Thailand – Thailand treibt die Bewerbung von Phra Nakhon Khiri in der Provinz Phetchaburi als UNESCO-Welterbestätte voran. Rückenwind erhält das Vorhaben durch bedeutende archäologische Entdeckungen an einer nahegelegenen Ausgrabungsstätte, darunter Goldringe und Artefakte, die auf ein Alter von mehr als 2.000 Jahren geschätzt werden.

Die Abgeordnete für Phetchaburi und Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Religion, Kunst und Kultur, Thiwanrat Angkinan, erklärte, dass die jüngsten Ausgrabungen an der archäologischen Fundstätte Don Yai Thong im Bezirk Ban Lad bedeutende historische Funde zutage gefördert hätten, welche die kulturelle Bedeutung der Provinz unterstreichen.



Archäologen entdeckten kürzlich zwei weitere Goldringe, darunter einen Siegelring mit einer Inschrift in der Brahmi-Schrift, der auf ein Alter von etwa 1.900 bis 2.100 Jahren datiert wird. Bereits zuvor waren an derselben Fundstelle fünf Bronzetrommeln, acht menschliche Skelette aus der Antike sowie ein mögliches neuntes Skelett eines Kindes gefunden worden.

Darüber hinaus wurden zahlreiche wertvolle Artefakte freigelegt, darunter Armreifen, Goldringe, Bronzegefäße und antike Glas- und Schmuckperlen. Nach Angaben der Forscher handelt es sich um den ersten Fundort in Thailand, an dem eine derart große und vielfältige Sammlung antiker Bauwerke und Artefakte gemeinsam entdeckt wurde. Daher wurde beim Fine Arts Department zusätzliches Budget beantragt, um die Ausgrabungen und wissenschaftlichen Untersuchungen fortzusetzen.

Thiwanrat erklärte, dass die menschlichen Überreste während der Regenzeit vorübergehend in ein Museum der Provinz Pathum Thani überführt werden. Nach Ende des Monsuns sollen die Funde nach Phetchaburi zurückkehren und dort öffentlich ausgestellt werden, damit Einwohner und Besucher die historischen Entdeckungen besichtigen können.

Zugleich sprach sie sich für die Errichtung eines zentralen Provinzmuseums in Phetchaburi aus. Viele bedeutende Fundstücke aus der Provinz würden derzeit außerhalb der Region aufbewahrt oder ausgestellt, da geeignete Einrichtungen vor Ort fehlten. Das bestehende Museum auf dem Phra Nakhon Khiri sei insbesondere für ältere Besucher nur schwer erreichbar.



Thiwanrat erklärte außerdem, dass das Fine Arts Department die UNESCO-Bewerbung von Phra Nakhon Khiri aktiv vorbereite. Ein vom Provinzgouverneur geleiteter Arbeitsausschuss prüfe derzeit mögliche Auswirkungen einer Welterbe-Anerkennung, unter anderem auf das jährliche Phra-Nakhon-Khiri-Festival, das Zehntausende Besucher anzieht.

Sie fügte hinzu, dass auch Nakhon Si Thammarat und Chiang Mai voraussichtlich noch in diesem Jahr den UNESCO-Welterbestatus erhalten könnten, und rief weitere historisch bedeutende Provinzen dazu auf, gemeinsam das kulturelle Erbe Thailands international zu fördern und damit Tourismus sowie weltweite Anerkennung zu stärken.