Thai Airways unterzeichnet 50-jährigen Pachtvertrag für Wartungszentrum in U-Tapao

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Das geplante Wartungszentrum am Flughafen U-Tapao soll ab 2030 in zwei Hangars bis zu sechs Großraumflugzeuge gleichzeitig betreuen können. Neben der Flotte von Thai Airways könnten dort künftig auch Maschinen anderer Fluggesellschaften gewartet werden.

RAYONG, Thailand – Der Eastern Economic Corridor (EEC) und Thai Airways International haben einen Pachtvertrag über 50 Jahre für ein 210 Rai großes Gelände am Flughafen U-Tapao unterzeichnet. Dort soll ein Zentrum für die Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen (MRO) entstehen. Die Investition wird auf rund zehn Milliarden Baht geschätzt.

Der Vertrag wurde am 30. September unterzeichnet, die Pachtlaufzeit begann am 1. Oktober. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Betriebsaufnahme für 2030. Dieser Zeitplan orientiert sich an der geplanten Eröffnung des ausgebauten Flughafens U-Tapao und der Eastern Aviation City.



EEC-Generalsekretär Chula Sukmanop erklärte, Thai Airways werde nun mit der Detailplanung, Verhandlungen mit möglichen Geschäftspartnern und der Beantragung von Investitionsförderungen beginnen. Partner könnten spezialisierte Aufgaben wie die Flugzeuglackierung und die Wartung von Komponenten übernehmen.

Die ursprünglich für August vorgesehene Vertragsunterzeichnung hatte sich verzögert, weil Thai Airways mögliche Verzögerungen beim gesamten Flughafenausbau prüfte. Nach Angaben des EEC kann das Wartungszentrum bei einer verspäteten Fertigstellung der neuen Flughafenanlagen auch an die bestehende Start- und Landebahn angeschlossen werden.

Thai Airways plant Investitionen von etwa 10,3 Milliarden Baht. Das Zentrum soll vor allem umfassende Wartungs- und Überholungsarbeiten übernehmen. Zwei Hangars bieten jeweils Platz für drei Großraumflugzeuge, sodass bis zu sechs Maschinen gleichzeitig gewartet werden können.


Zunächst soll die eigene Flotte der Fluggesellschaft Vorrang haben. Freie Kapazitäten könnten anderen Airlines angeboten werden, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Gleichzeitig würde Thai Airways weniger Flugzeuge zur Wartung ins Ausland schicken müssen.

In der ersten Ausbaustufe soll das Zentrum rund 90 Flugzeuge jährlich betreuen. Nach vollständiger Etablierung werden jährliche Einnahmen von vier bis fünf Milliarden Baht erwartet. Zudem plant die Fluggesellschaft einen weiteren, mit moderner Technik ausgestatteten „Smart Hangar“ für Airbus- und Boeing-Flugzeuge. Das Projekt ist Teil ihrer Strategie, Geschäftsfelder außerhalb des eigentlichen Flugbetriebs auszubauen.


Zur Umsetzung hat Thai Airways die beiden hundertprozentigen Tochtergesellschaften Thai MRO Group Company Limited und Thai MRO Services Company Limited gegründet.

Der EEC erhält eine feste Grundstückspacht, die entsprechend den Sätzen des thailändischen Schatzamtes angepasst wird, sowie einen Anteil am Umsatz des Wartungszentrums. Diese Umsatzbeteiligung beträgt vom fünften bis zum zehnten Vertragsjahr drei Prozent, vom elften bis zum 15. Jahr fünf Prozent und ab dem 16. Jahr sieben Prozent.