Thailand verschärft Flughafensicherheit nach Drogenvorwürfen gegen Flugpersonal in Australien

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Thailand verschärft auf Anordnung von Premierminister Anutin Charnvirakul die Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen. Nach einem mutmaßlichen Drogenschmuggelfall mit Beteiligung thailändischen Flugpersonals in Australien gilt künftig eine „Zero Trust“-Kontrollpolitik für sämtliches Flughafenpersonal.

PATTAYA, Thailand – Thailand verschärft die Sicherheitsmaßnahmen an seinen Flughäfen, nachdem ein thailändisches Kabinenbesatzungsmitglied in Australien im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Drogenschmuggelfall festgenommen worden war.

Regierungssprecherin Rachada Dhnadirek erklärte, dass Premierminister Anutin Charnvirakul eine umfassende Überprüfung der Sicherheitsverfahren im Luftverkehr angeordnet habe, um die Kontrollstandards an den Flughäfen des Landes zu erhöhen.

Nach Angaben der Regierung haben sich die thailändische Zivilluftfahrtbehörde (CAAT), die Zollbehörde, das Office of the Narcotics Control Board (ONCB), Airports of Thailand (AOT), Thai Airways International und weitere zuständige Behörden auf ein Maßnahmenpaket verständigt.



Kernstück der neuen Sicherheitsstrategie ist eine „Zero Trust“-Politik, wonach Flugbesatzungen, Mitarbeiter von Fluggesellschaften sowie sämtliches Personal mit Zugang zu Sicherheitsbereichen künftig dieselben Sicherheitskontrollen wie Passagiere durchlaufen müssen.

Darüber hinaus sollen Drogenspürhunde verstärkt eingesetzt, zusätzliche Kontrollen auf ausgewählten Hochrisikoflügen eingeführt sowie Hintergrundüberprüfungen für Beschäftigte in Sicherheitsbereichen ausgeweitet werden. Zudem wollen die Behörden den Austausch von Geheimdienst- und Sicherheitsinformationen zwischen den beteiligten Stellen verbessern.

Die Regierung plant außerdem, den Einsatz von Advance Passenger Information (API), biometrischen Identifikationssystemen und integrierten Datenbanken auszubauen sowie das Ausbildungssystem für Sicherheits- und Kontrollpersonal weiter zu verbessern.


Premierminister Anutin wird noch heute, am 3. Juli, eine Sitzung zur Überprüfung der nationalen Maßnahmen gegen Drogenkriminalität sowie zur Prävention, Bekämpfung und Rehabilitation leiten.

Nach offiziellen Angaben wurden zwischen dem 1. April und dem 10. Juni 2026 insgesamt 59.609 Drogendelikte untersucht und 61.685 Verdächtige festgenommen. Die Behörden beschlagnahmten dabei 272,79 Millionen Methamphetamin-Tabletten, 17,73 Tonnen Crystal Meth, 0,28 Tonnen Heroin sowie 2,64 Tonnen Ketamin.