
PATTAYA, Thailand – Zwei russische Touristinnen haben in den sozialen Medien für Aufmerksamkeit gesorgt, nachdem ein Video zeigte, wie sie eine Kokosnuss, die als spirituelle Opfergabe am Pattaya Beach abgelegt worden war, für Fotos mitnahmen. Nachdem ihnen die kulturelle Bedeutung erklärt worden war, brachten sie die Kokosnuss zurück und entschuldigten sich für ihr Verhalten.
Am 2. Juli veröffentlichte ein Facebook-Nutzer ein 45 Sekunden langes Video, das die beiden Touristinnen zeigt, wie sie eine unter einem Baum am Pattaya South Beach in der Provinz Chonburi abgelegte Kokosnuss aufheben und sie als Fotorequisite am Strand verwenden. Der Clip verbreitete sich rasch in den sozialen Medien und löste zahlreiche Diskussionen aus.
Bei einer späteren Überprüfung des Ortes stellte sich heraus, dass es sich um einen Bereich handelt, an dem Einheimische regelmäßig Opfergaben wie Kokosnüsse, Süßigkeiten und rote Erfrischungsgetränke niederlegen. Diese Gaben sind Teil traditioneller Glaubensvorstellungen und sollen Glück bringen sowie den örtlichen Schutzgeistern oder spirituellen Wesen Respekt erweisen.
Der Strandabschnitt ist zugleich ein beliebter Fotopunkt für thailändische und internationale Besucher. Es wird daher angenommen, dass den Touristinnen nicht bewusst war, dass die Kokosnuss Teil einer religiösen beziehungsweise traditionellen Opfergabe war und nicht frei zur Mitnahme bestimmt war.
Der 35-jährige Wanchai, der das Video aufgenommen hatte, berichtete, er habe eine Gruppe von vier bis fünf ausländischen Touristen unter dem Baum sitzen sehen. Eine der Frauen habe anschließend die Kokosnuss aufgehoben und sei damit zum Strand gegangen, um Fotos zu machen.
Er zeichnete den Vorfall auf und sprach die Touristinnen später mithilfe einer Übersetzungs-App an, um ihnen die kulturelle und religiöse Bedeutung der Opfergabe zu erklären.
Nachdem sie die Situation verstanden hatten, zeigten sich die beiden Frauen nach seinen Angaben überrascht und entschuldigten sich. Sie erklärten, dass sie die örtliche Tradition nicht gekannt hätten. Anschließend sprachen sie auch eine kurze Entschuldigung auf Russisch aus und legten die Kokosnuss wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück.













