Französin nach mutmaßlichem Drogenschmuggel aus Thailand am Flughafen Perth festgenommen

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Eine Französin wurde in Australien nach ihrer Einreise aus Thailand festgenommen. Die Behörden sollen am Flughafen Perth Drogen in einer als Duschgel gekennzeichneten Flasche entdeckt haben.

PERTH, Australien – Die australischen Behörden haben eine 31-jährige Französin festgenommen, nachdem sie aus Thailand eingereist war und am Flughafen Perth mutmaßlich illegale Drogen in einer als Duschgel gekennzeichneten Flasche eingeschmuggelt haben soll.

Die Festnahme erfolgte am 29. Mai durch die Australian Federal Police (AFP) in Zusammenarbeit mit der Australian Border Force (ABF). Die Verdächtige erschien am 26. Juni vor dem Perth Magistrates Court.

Nach Angaben der Behörden kontrollierten Grenzbeamte das Gepäck der Frau bei ihrer Ankunft und entdeckten eine kleine Kunststoffflasche mit der Aufschrift „Shower Cream“. Laboruntersuchungen ergaben jedoch, dass die Flasche rund 50 Gramm Butandiol enthielt, eine nach australischem Grenzrecht kontrollierte Substanz.



Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten die Beamten außerdem das Mobiltelefon der Verdächtigen. Dabei wurden nach Angaben der Ermittler Bilder gefunden, die darauf hindeuten sollen, dass sie möglicherweise Methoden des internen Drogenschmuggels verwendet habe. Anschließend wurde sie zur weiteren Untersuchung in die Obhut der AFP überstellt.

Die Behörden bestätigten später, dass während der Haftmaßnahmen zudem 40 Steroidtabletten sichergestellt wurden, nachdem diese von der Verdächtigen ausgeschieden worden waren.

Gegen die Französin wurde Anklage wegen der gewerbsmäßigen Einfuhr kontrollierter Drogen gemäß Abschnitt 307.2 des australischen Strafgesetzbuches erhoben. Im Falle einer Verurteilung droht eine Höchststrafe von bis zu 25 Jahren Freiheitsstrafe.

Die ABF warnte, dass Butandiol eine äußerst gefährliche Substanz sei, die im menschlichen Körper zu GHB umgewandelt werden könne. GHB ist ein starkes Beruhigungsmittel, das auch als sogenannte „K.-o.-Droge“ bekannt ist und in Australien aufgrund der erheblichen Gesundheitsrisiken als verbotene, grenzkontrollierte Substanz eingestuft wird.

Vertreter der AFP und der ABF betonten, dass die Grenzkontrollen an allen internationalen Einreisepunkten weiterhin konsequent durchgeführt werden. Drogenschmuggel werde mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt.