Von Blitz getroffener Fahrer auf Intensivstation erholt sich

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Der von einem Blitz auf einer Hochstraße in Bangkok getroffene Motorradfahrer befindet sich weiterhin auf der Intensivstation, sein Gesundheitszustand verbessert sich jedoch stetig, während Ärzte weitere Untersuchungen durchführen und seine Genesung genau überwachen.

BANGKOK, Thailand – Der Gesundheitszustand eines Essenslieferanten, der am 3. Juni auf einer Hochstraße in Bangkok von einem Blitz getroffen wurde, verbessert sich nach Angaben seiner Ehefrau allmählich. Der Mann befindet sich jedoch weiterhin auf der Intensivstation und wird engmaschig medizinisch überwacht.

Der Fahrer, Piya, erlitt schwere Verletzungen, als ein Blitz sein Motorrad auf der Ratchavipha-Hochstraße über der Vibhavadi-Rangsit-Straße in Richtung der Kreuzung Ratchayothin im Bezirk Chatuchak traf. Berichten zufolge schlug der Blitz in die Mitte seines Helms ein und hinterließ Brandspuren. Eine von ihm getragene Metallkette riss durch die Wucht des Stromschlags und verursachte Verbrennungen am Hals.

Seine Ehefrau Namtan erklärte, dass sich sein Zustand schrittweise verbessere. Aufgrund der enormen elektrischen Spannung eines Blitzschlags überwachen die Ärzte jedoch weiterhin mögliche Auswirkungen auf Herz, Gehirn und andere Organe.


Noch vor der Ankunft im Krankenhaus erlitt Piya laut Rettungskräften schwere Herzrhythmusstörungen. Während des Transports sank seine Herzfrequenz auf einen kritischen Wert, bevor Sanitäter ihn erfolgreich stabilisieren konnten.

Das Bewusstsein erlangte er noch am selben Abend während einer MRT-Untersuchung zurück. Inzwischen kann er normal kommunizieren und auf Fragen reagieren. Zwar leidet er weiterhin unter Schmerzen und Spannungsgefühlen im Gesicht und im Brustbereich infolge der Verbrennungen, doch sein Hörvermögen sowie seine kognitiven Fähigkeiten gelten als normal.

Dennoch sind weitere Untersuchungen erforderlich, darunter zusätzliche Gehirnscans, MRT-Kontrollen und detaillierte Herzuntersuchungen. Ob langfristige Folgen zurückbleiben werden, können die Ärzte derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Sein Zustand wird täglich neu bewertet.


Nach Angaben seiner Ehefrau ist Piya psychisch stabil und zeigt keine Anzeichen von Stress. Allerdings habe er zeitweise geglaubt, den Vorfall nicht zu überleben. An den eigentlichen Einschlag könne er sich nicht erinnern. Seine letzte Erinnerung sei ein heller Blitz gewesen, bevor alles schwarz wurde.

Namtan betonte, dass es sich um einen naturwissenschaftlich erklärbaren Unfall handle und nicht um Aberglauben oder Glück beziehungsweise Pech. Sie rief die Öffentlichkeit dazu auf, Blitzschläge als natürliche physikalische Ereignisse zu verstehen.

Zugleich wies sie darauf hin, dass Gegenstände wie Metallketten oder Mobiltelefone keine Blitze anziehen. Das Risiko entstehe vielmehr durch den Aufenthalt an exponierten und erhöhten Orten wie Brücken oder Hochstraßen während eines Gewitters.



Auch der Wissenschaftler Assoc. Prof. Dr. Jessada Denduangboripant von der Chulalongkorn-Universität erklärte, dass weder Helme noch Metallgegenstände Blitze anziehen. Der Fahrer habe sich schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort befunden. Metallische Gegenstände würden den Strom erst nach einem Einschlag weiterleiten und dabei häufig charakteristische Verbrennungsspuren an den Kontaktstellen verursachen.

Zudem seien Motorradfahrer bei Gewittern deutlich stärker gefährdet als Autofahrer. Während die Karosserie eines Fahrzeugs elektrische Energie nach außen ableiten könne, seien Motorradfahrer den Naturgewalten direkt ausgesetzt.

Der Vorfall wird inzwischen auch als lehrreiches Beispiel für die Gefahren von Gewittern betrachtet. Experten empfehlen insbesondere Lieferfahrern und anderen Motorradfahrern, bei Blitz und Donner sofort Schutz zu suchen und Fahrten nach Möglichkeit zu unterbrechen.