
PATTAYA, Thailand – Viele Menschen schlafen regelmäßig mit Kopfhörern oder Ohrhörern ein, um Musik zu hören, Geräusche auszublenden oder leichter zur Ruhe zu kommen. Medizinische Experten warnen jedoch davor, dass diese Gewohnheit bei unsachgemäßer Nutzung das Risiko für Ohrenentzündungen und langfristige Hörschäden erhöhen kann.
Nach Angaben von Fachärzten der Stanford Medicine können In-Ear-Kopfhörer, die den Gehörgang dicht verschließen, Feuchtigkeit einschließen und damit ein Umfeld schaffen, in dem sich Bakterien leichter vermehren. Dadurch steige das Risiko für Reizungen und Infektionen im Ohr.
Ärzte erklären, dass Menschen, die vor dem Schlafengehen duschen, bereits unter Ohrenreizungen leiden oder Probleme mit dem Trommelfell haben, besonders gefährdet sein könnten. Warnzeichen seien anhaltender Juckreiz, Ohrenschmerzen, austretende Flüssigkeit, gedämpftes Hören oder ungewöhnliche Gerüche.
Experten warnen außerdem davor, dass das längere Tragen von Ohrhörern zu einer übermäßigen Ansammlung von Ohrenschmalz führen könne. Bei Symptomen wie Druckgefühl im Ohr, Ohrgeräuschen oder vermindertem Hörvermögen empfehlen Mediziner eine professionelle Reinigung oder zugelassene Mittel zur Entfernung von Ohrenschmalz.
Ein weiteres großes Risiko betrifft die Lautstärke. Die World Health Organization erklärt, dass Lautstärken zwischen 60 und 70 Dezibel – vergleichbar mit einem normalen Gespräch – im Allgemeinen als sicher gelten.
Das Hören von Audioinhalten mit mehr als 80 Dezibel über längere Zeiträume könne hingegen dauerhafte Hörschäden verursachen. Ärzte weisen zudem darauf hin, dass geräuschunterdrückende Kopfhörer oder laute Musik während des Schlafs verhindern könnten, dass Menschen Feueralarme, Warnsignale oder Wecker hören.
Für Personen, die Audiohilfen zum Einschlafen nutzen, empfehlen Fachleute weichere Kopfhörer, Modelle ohne festen Verschluss des Gehörgangs, Over-Ear-Kopfhörer oder flache Lautsprecher unter dem Kopfkissen, um Feuchtigkeit und Reizungen zu reduzieren.













