Thailändische Regierung warnt vor Haftstrafen für Likes und Shares obszöner Viralvideos

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Die stellvertretende Regierungssprecherin Ploythalae Laksmeesangchan warnt Social-Media-Nutzer davor, obszöne Viralvideos zu liken, zu teilen oder weiterzuverbreiten. Verstöße gegen Thailands Computerkriminalitätsgesetz können mit bis zu fünf Jahren Haft und Geldstrafen von 100.000 Baht geahndet werden.

PATTAYA, Thailand – Die thailändische Regierung hat Social-Media-Nutzer eindringlich davor gewarnt, obszöne Online-Inhalte zu liken, zu teilen oder weiterzuverbreiten. Wer an der Verbreitung solcher Inhalte beteiligt ist, könnte nach Thailands Computerkriminalitätsgesetz strafrechtlich verfolgt werden. Es drohen bis zu fünf Jahre Haft sowie Geldstrafen von bis zu 100.000 Baht.

Die stellvertretende Regierungssprecherin Ploythalae Laksmeesangchan erklärte, die Behörden würden ihre Ermittlungen gegen virale explizite Inhalte im Internet deutlich intensivieren, nachdem mehrere umstrittene Videos sich rasch über thailändische Social-Media-Plattformen verbreitet hätten.


Bei einer Pressekonferenz in Bangkok am 24. Mai betonte die Sprecherin, dass die Regierung das Problem nicht ignoriere. Zuständige Behörden seien angewiesen worden, sowohl die Urheber als auch die Verbreiter sexuell expliziter und unangemessener Inhalte dringend ausfindig zu machen.

Nach Angaben der Regierung können Verstöße unter mehreren Abschnitten des thailändischen Computerkriminalitätsgesetzes verfolgt werden. Dazu gehören unter anderem die Einfuhr falscher Informationen in Computersysteme sowie das Hochladen obszöner Inhalte, die öffentlich online zugänglich sind. Die Behörden warnten, dass auf diese Delikte Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren, Geldbußen von bis zu 100.000 Baht oder beides drohen.


Die Regierung stellte außerdem klar, dass selbst gewöhnliche Nutzer rechtliche Konsequenzen riskieren könnten, wenn sie explizite Videos lediglich mit „Gefällt mir“ markieren oder weiterteilen. Dies gelte insbesondere dann, wenn die Behörden zu dem Schluss kommen, dass die Nutzer wissentlich zur Verbreitung illegaler Inhalte beigetragen haben. Dabei verwiesen die Behörden auf Abschnitt 14(5) des Computerkriminalitätsgesetzes, der die Weitergabe rechtswidriger Computerdaten – einschließlich obszöner Inhalte – unter Strafe stellt.

Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die schnelle Verbreitung sogenannter „Schockinhalte“ in thailändischen sozialen Medien. Dabei handelt es sich oft um Inhalte, die ausschließlich dazu dienen, Klickzahlen, Aufmerksamkeit und Werbeeinnahmen zu steigern.



Nach Angaben der Behörden arbeiten spezielle Cyber-Überwachungs- und Anti-Fälschungseinheiten inzwischen enger mit der Cyberpolizei zusammen, um Verstöße im Internet konsequenter zu verfolgen. Gleichzeitig ruft die Regierung die Bevölkerung dazu auf, unangemessene Inhalte weder zu verbreiten noch mit ihnen zu interagieren.

Stattdessen sollen Bürger entsprechende Videos direkt über die Hotline 1441 der thailändischen Cyberpolizei melden. Laut Regierung könnten solche Inhalte die Gesellschaft negativ beeinflussen und insbesondere Kinder und Jugendliche zu Nachahmungen verleiten.

„Unterstützen Sie keinen Müllinhalt, der nur für Likes und Shares produziert wird“, erklärte die Sprecherin und forderte die Öffentlichkeit auf, gemeinsam zu einem sichereren Online-Umfeld beizutragen.