
PATTAYA, Thailand – Das thailändische Ministerium für Tourismus und Sport hat bestätigt, dass das Kabinett die Abschaffung des 60-tägigen visafreien Aufenthalts für mehr als 90 Länder beschlossen hat. Damit kehrt Thailand zu den bisherigen bilateralen Einreisevereinbarungen zurück. Für die meisten betroffenen Nationalitäten bedeutet dies künftig wieder einen Standardaufenthalt von etwa 30 Tagen, abhängig von den jeweiligen Abkommen mit Thailand.
Tourismus- und Sportminister Surasak Pancharoenworakul erklärte, dass die Änderung auch Länder betrifft, deren mehrfache visafreie Einreisen im Rahmen der bisherigen Regelung erweitert worden waren. Künftig sollen alle Staaten erneut nach ihren ursprünglichen Visabedingungen bewertet werden.
Nach der Entscheidung sollen die zuständigen Behörden offiziell informiert werden, während parallel ein Prüfungsverfahren durch das Nationale Komitee für Einwanderungspolitik eingeleitet wird. Dieses Gremium soll jedes Land einzeln neu bewerten und geeignete Visakategorien unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Auswirkungen sowie nationaler Sicherheitsinteressen festlegen.
Für wichtige Tourismuszentren wie Pattaya könnte die Rücknahme der Regelung deutliche Auswirkungen auf das Reiseverhalten haben. Die Stadt, die stark von kurzfristigen und mittelfristigen internationalen Besuchern abhängig ist, könnte erleben, dass Touristen ihre Aufenthaltsdauer verkürzen oder Reisepläne überdenken, da die Flexibilität längerer Aufenthalte eingeschränkt wird.
Vor allem sogenannte Langzeit-„Budget-Lifestyle“-Touristen aus Europa und anderen visafreien Märkten stellen seit Jahren einen wichtigen Bestandteil der Hotel-, Miet- und Unterhaltungsbranche Pattayas dar. Eine Reduzierung von 60 auf etwa 30 Tage könnte die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verkürzen und damit die Auslastung von Serviced Apartments, Gästehäusern und Monatsmietwohnungen beeinträchtigen.
Auch Reiseveranstalter und kleinere Unternehmen könnten Auswirkungen spüren, falls mehrfache Einreisen komplizierter oder stärker reglementiert werden. Behörden betonen jedoch, dass die neue Regelung ein ausgewogeneres System schaffen solle, das Einwanderungspolitik besser mit Sicherheitsfragen und langfristigen Wirtschaftsstrategien verbindet.
Gleichzeitig unterstrichen die Verantwortlichen, dass die endgültigen Visabedingungen nicht für alle Länder festgelegt seien. Künftige Anpassungen könnten weiterhin von Fall zu Fall im Rahmen des neuen Prüfungsmechanismus erfolgen.













