Weltmeisterschaft 2026 von politischen Spannungen überschattet – Iran stellt strenge Teilnahmebedingungen

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Die iranische Nationalmannschaft signalisiert Bereitschaft zur Teilnahme an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026, wartet jedoch auf formelle Garantien der FIFA und der Gastgeberländer.

PATTAYA, Thailand – Der Iran hat bestätigt, dass er grundsätzlich bereit ist, an der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 teilzunehmen, jedoch nur unter der Bedingung, dass die FIFA sowie die Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko zehn konkrete Garantien erfüllen.

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter politischer Spannungen nach jüngsten Konflikten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, die Zweifel an der Teilnahme des Landes am Turnier aufkommen ließen. Laut Berichten sollen Irans Gruppenspiele vollständig in den USA stattfinden, während die FIFA erklärt hat, dass es keine Änderungen an der bestehenden Austragungsstruktur geben werde.


Die Spannungen wurden zusätzlich verstärkt, nachdem der iranische Fußballverband im April nicht an einem FIFA-Treffen in Kanada teilgenommen hatte. Als Grund wurden offenbar Visa-Stornierungen durch kanadische Behörden genannt.

Der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, bestätigte inzwischen, dass die Nationalmannschaft teilnehmen werde, bestand jedoch darauf, dass die FIFA zehn spezifische Forderungen Irans erfüllen müsse.

Zu diesen Forderungen gehören garantierte Visa-Genehmigungen für alle Spieler, Trainer und ausgewählte Funktionsträger, einschließlich Personen mit Verbindungen zu den Revolutionsgarden. Zudem verlangt Iran Zusicherungen hinsichtlich eines respektvollen Umgangs mit nationalen Symbolen wie Flagge und Hymne sowie verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für die Mannschaft während des gesamten Turniers. Die FIFA und die Gastgeberländer haben sich bislang nicht öffentlich zu den Forderungen geäußert.

Die Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet.