
PATTAYA, Thailand – Bürgermeister Poramet Ngampichet hat auf die zunehmende Frustration der Bevölkerung über die scheinbar endlosen Straßenaufgrabungen in Pattaya reagiert und erklärt, dass die umfangreichen Arbeiten Teil mehrerer gleichzeitig laufender Infrastruktur-Großprojekte in der gesamten Stadt seien.
Während der ordentlichen Sitzung des Stadtrats von Pattaya ging der Bürgermeister auf Beschwerden von Einwohnern ein, die sich fragten, warum die Straßen der Stadt „das ganze Jahr über aufgerissen“ wirkten. Er erklärte, die Beeinträchtigungen stünden vor allem im Zusammenhang mit beschleunigten Entwicklungsprojekten für Hochwasserschutzsysteme, den Ausbau der Wasserversorgung sowie die Verlegung unterirdischer Stromkabel.
Nach Angaben des Bürgermeisters ist das Projekt zur Verlegung unterirdischer Stromleitungen entlang neun wichtiger Verkehrsachsen inzwischen nahezu abgeschlossen. Zwei weitere Bereiche — die Jomtien Second Road und Naklua — sollen in zukünftigen Entwicklungsphasen folgen.
Gleichzeitig hat der Stadtrat von Pattaya bereits Budgets für umfangreiche Straßensanierungen auf drei stark beschädigten Hauptstrecken genehmigt. Dabei sollen Overlay- und Recyclingmethoden eingesetzt werden:
- Sukhumvit Road von der Naklua-Kreuzung bis Central Pattaya, insbesondere im Bereich des Bangkok Hospital Pattaya
• Pattaya Second Road vom Dolphin-Kreisverkehr bis zur Kreuzung Wat Chaimongkol
• Jomtien Second Road von der Hanuman-Kreuzung bis zur Sukhumvit Road
Obwohl für alle drei Projekte bereits Bauunternehmen ausgewählt wurden, musste Pattaya die Bauarbeiten vorübergehend verschieben. Grund dafür seien stark gestiegene Energie- und Baumaterialkosten infolge der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.
Bürgermeister Poramet erklärte weiter, dass das thailändische Finanzministerium am 8. April neue Richtlinien veröffentlicht habe, die es Unternehmen ermöglichen, bei massiv gestiegenen Kosten Vertragskündigungen oder Projektunterbrechungen zu beantragen. Während alle drei Auftragnehmer zunächst eine vollständige Vertragsauflösung beantragten, gelang es der Stadt Pattaya, stattdessen eine vorübergehende Aussetzung der Projekte auszuhandeln. Ziel sei es, die bestehenden Budgets zu sichern, bis sich die Preise für Treibstoff und Baumaterialien stabilisieren.
Stadtvertreter bestätigten außerdem, dass Pattaya zusätzliche Haushaltsmittel bereitstellen werde, falls Restbudgets ungenutzt bleiben oder nur teilweise verwendet werden. Damit solle die langfristige Infrastrukturentwicklung der Stadt weiterhin abgesichert werden.
Der Bürgermeister betonte, dass Pattaya die Situation bereits mit der Zentralregierung abgestimmt habe und weiterhin entschlossen sei, Straßen, Versorgungssysteme, Hochwasserschutz und öffentliche Infrastruktur trotz der aktuellen wirtschaftlichen Belastungen zu modernisieren.













