
PATTAYA, Thailand – Gesundheitsminister Pattana Promphat hat angekündigt, dass Thailand seine Gesundheitspolitik beschleunigt anpasst, um dem drastischen Rückgang der Geburtenrate und der zunehmenden Belastung durch nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) entgegenzuwirken.
Aktuelle Daten zeigen, dass die jährliche Geburtenzahl auf nur noch 454.006 gesunken ist – der niedrigste Stand seit Jahrzehnten. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate liegt bei lediglich 0,93 und damit deutlich unter dem Bestandserhaltungsniveau. Gleichzeitig leiden mehr als 14 Millionen Menschen im Land an NCDs, die jährlich über 400.000 Todesfälle verursachen.
Der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Somruek Juengsaman, betonte, dass mit dem Bevölkerungsrückgang die Verbesserung der Lebensqualität zur nationalen Priorität werde. Als zentraler Risikofaktor gilt ein zunehmend bewegungsarmer Lebensstil: Schüler und junge Erwachsene verbringen im Durchschnitt 14,3 Stunden täglich in inaktiven Tätigkeiten. In Kombination mit ungesunder Ernährung hat dies dazu geführt, dass 9,2 Millionen Thailänder als übergewichtig gelten, was die Gesundheitskosten auf rund 1,6 Billionen Baht ansteigen lässt.
Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Amporn Benjaponpitak, stellte ein umfassendes Konzept zur Gesundheitsüberwachung vor – von der Phase vor der Schwangerschaft bis in die frühe Kindheit. Ziel ist es, Risiken wie Frühgeburten, Anämie und Entwicklungsverzögerungen zu reduzieren. Parallel dazu fördert die Behörde gesündere Lebensweisen durch Initiativen wie „Healthy Canteens“, verbesserte Schulmahlzeiten und eine Reduzierung des Zuckerkonsums.
Das Ministerium plant, die Zahl der Menschen mit erhöhtem Risiko für NCDs durch frühzeitige Untersuchungen und lokale Gesundheitsüberwachung um mindestens 30 Prozent zu senken. Unterstützt wird diese Initiative von Gemeindekrankenhäusern, regionalen Gesundheitsämtern und freiwilligen Gesundheitshelfern in den Dörfern, um eine nachhaltige Gesundheitsversorgung für alle Altersgruppen sicherzustellen, während Thailand sich zu einer vollständig alternden Gesellschaft entwickelt.











