Thai Airways rüstet sich für Nahostkrise steigende Treibstoffkosten treiben Ticketpreise nach oben

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Thai Airways überwacht Treibstoffversorgung und Flugpläne angesichts stark gestiegener Kosten infolge der Nahostkrise und setzt kurzfristige Maßnahmen zur Sicherung des Flugbetriebs um.

PATTAYA, Thailand – Die nationale Fluggesellschaft Thai Airways reagiert mit kurzfristigen Maßnahmen auf stark gestiegene Kerosinpreise infolge der Unruhen im Nahen Osten. CEO Chai Eiamsiri erklärte, dass sich die Kosten für Flugtreibstoff von rund 80 auf 220 US-Dollar pro Barrel nahezu verdreifacht haben. In der Folge werden die Ticketpreise schrittweise um 10 bis 15 Prozent angehoben.

Um die Belastung abzufedern, hat die Airline bereits 50 Prozent ihres Treibstoffbedarfs für die kommenden sechs Monate über Absicherungen (Hedging) eingekauft. Gleichzeitig wartet das Unternehmen auf die Genehmigung der thailändischen Luftfahrtbehörde zur Anpassung der Treibstoffzuschläge. Die Preiserhöhungen seien rein kostenbedingt und dienten ausschließlich dazu, den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, betonte Chai.

Parallel setzt Thai Airways auf Sparmaßnahmen: Nicht dringende Investitionen werden verschoben, vorhandene Ausrüstung an Flughäfen effizienter genutzt. Entscheidungen über neue Flugzeug-Leasingverträge bleiben zwar im Zeitplan, werden jedoch mit besonderer Vorsicht geprüft.

Der Vorstand will in dieser Woche die Auswirkungen der Nahostkrise, die Entwicklung der Treibstoffpreise sowie die Nachfrage im Passagierverkehr bewerten. Zu möglichen Notfallmaßnahmen zählen reduzierte Flugfrequenzen, vorübergehende Streckenstilllegungen und weitere Investitionsaufschübe, falls sich die Lage bis Mai nicht entspannt. Das Unternehmen verfügt derzeit über liquide Mittel in Höhe von rund 120 Milliarden Baht.



Die Nachfrage zeigt sich unterdessen verhalten, insbesondere bei Langstrecken nach Europa und Australien. Frühbuchungen für Songkran im April 2026 liegen leicht unter dem Vorjahresniveau, während Charterflüge nach Paris und Frankfurt im März die Nachfrage etwas stabilisieren konnten.

Chai appellierte an die Regierung, Thailand weiterhin als regionales Luftfahrtdrehkreuz zu stärken und die nationale Fluggesellschaft entsprechend zu unterstützen.