Steigende Treibstoffkosten setzen Fischerei unter Druck – Drohen höhere Seafood-Preise in Pattaya?

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Ausländische Touristen genießen Meeresfrüchte und thailändische Spezialitäten entlang der Pattaya Beach Road – während steigende Treibstoffkosten in der Fischerei langfristig zu höheren Preisen führen könnten.

PATTAYA, Thailand – Die steigenden Treibstoffpreise bringen Thailands Fischerei zunehmend in Bedrängnis und könnten sich mittelfristig auch auf die Preise in Restaurants in Pattaya auswirken.

In der Provinz Songkhla haben erste Betreiber ihre Fangfahrten bereits eingestellt, nachdem sich der Preis für subventionierten Schiffsdiesel („Green Oil“) innerhalb weniger Wochen nahezu verdoppelt hat. Branchenvertreter warnen, dass sich viele Ausfahrten unter diesen Bedingungen kaum noch lohnen.

Die Entwicklung wird nun auch in anderen Küstenregionen aufmerksam verfolgt, darunter im östlichen Golf von Thailand. Häfen in Sattahip und Sri Racha versorgen mit ihren Fangflotten zahlreiche Märkte, Hotels und Restaurants in Pattaya täglich mit frischem Fisch, Garnelen und Tintenfisch.

Sollten die Treibstoffkosten weiter steigen, könnten vor allem kleinere Boote ihre Aktivitäten einschränken oder vorübergehend im Hafen bleiben. Dies würde die Lieferketten belasten und langfristig zu steigenden Großhandelspreisen führen.

Noch sind die Auswirkungen in Pattaya begrenzt. Doch Gastronomen berichten bereits von schwankenden Einkaufspreisen, die von Saison, Wetter und Energiekosten abhängen. Bei anhaltendem Druck könnten Preisanpassungen auf den Speisekarten folgen.

Für viele Touristen bleibt frisches Seafood ein zentraler Bestandteil des Urlaubserlebnisses. Trotz möglicher Preisanstiege gilt Thailand im internationalen Vergleich weiterhin als erschwinglich. Dennoch könnten selbst moderate Erhöhungen für Restaurants mit knappen Margen schwer abzufangen sein.

Größere Sorge bereitet Branchenkennern jedoch eine mögliche unregelmäßige Versorgung, falls mehr Fischer ihre Boote stilllegen. Pattayas Tourismus lebt stark von seiner vielfältigen Esskultur, insbesondere von frischen Meeresfrüchten.

Noch läuft der Betrieb weitgehend normal. Doch sollten die Energiepreise weiter steigen, könnten Gäste künftig zumindest eines bemerken: leicht höhere Preise für den „Fang des Tages“.