Konflikt im Nahen Osten könnte Thailands Tourismus bis ins dritte Quartal belasten

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Phumkit Raktaengam, Vizepräsident des Tourism Council of Thailand, warnt, dass der anhaltende Konflikt im Nahen Osten den thailändischen Tourismussektor bis ins zweite und dritte Quartal 2026 beeinträchtigen könnte.

PATTAYA, Thailand – Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten beginnt sich bereits auf Thailands Tourismusbranche auszuwirken. Branchenvertreter warnen, dass die Folgen bis in das zweite und dritte Quartal des Jahres spürbar bleiben könnten.

Phumkit Raktaengam, Vizepräsident des Tourism Council of Thailand, erklärte, dass vor allem der Rückgang von Passagieren betroffen sei, die normalerweise über Drehkreuze im Nahen Osten nach Thailand reisen. Schätzungsweise 50.000 bis 60.000 potenzielle Besucher seien bereits aus den Buchungen verschwunden, darunter Reisende aus dem Nahen Osten sowie europäische Touristen, die auf Verbindungen über die Region angewiesen sind. Besonders betroffen seien Reiseziele wie Bangkok, Phuket und Krabi.

Während der Rückgang europäischer Besucher derzeit noch moderat sei, bereitet vor allem der Markt aus dem Nahen Osten Sorgen. Viele Reisende aus dieser Region besuchen Thailand traditionell zwischen April und Juni. Sollte der Konflikt anhalten, könnten laut Branchenprognosen bis zu 80 bis 90 Prozent dieser Reisen storniert oder verschoben werden.

Zusätzlich belasten steigende Ölpreise den Tourismussektor, da höhere Treibstoffkosten Flugtickets verteuern und damit Langstreckenreisen – etwa aus Europa, den USA und Russland – unattraktiver machen könnten.



Um gegenzusteuern, richtet Thailand seinen Fokus stärker auf Kurzstreckenmärkte wie ASEAN-Länder, China, Japan, Südkorea, Indien, Malaysia und Australien. Auch das bevorstehende Songkran-Festival soll mit großen Veranstaltungen dazu beitragen, das Vertrauen der Reisenden zu stärken und neue Besucher anzuziehen.