Großfahndung in Pattaya nach Überfall durch maskierte Bande auf britischen Koch

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CCTV zeigt drei maskierte Verdächtige in schwarzer Kleidung beim Verlassen des Hauses in Nongprue, nachdem sie mutmaßlich einen Safe mit zwei Millionen Baht entwendet hatten, bevor sie in einem Pickup flüchteten und die Schranke der Wohnanlage durchbrachen.

PATTAYA, Thailand – Die Polizei hat eine intensive Fahndung eingeleitet, nachdem drei maskierte Täter in der Nacht gewaltsam in ein Wohnhaus in Pattaya eingedrungen sind und einen Safe mit mehr als zwei Millionen Baht Bargeld erbeutet haben.

Der Überfall ereignete sich am späten Abend des 26. Februar in einem Reihenhaus im Chokchai Village 9 in Ost-Pattaya. Die Verdächtigen, gekleidet in schwarze Hoodies und Masken, sollen sich gewaltsam Zutritt verschafft und dem 32-jährigen britischen Koch Wesley vor den Augen seiner thailändischen Ehefrau ein Messer an den Hals gehalten haben.



Die Täter zwangen die Opfer in die Küche, entwendeten zwei iPhones und begaben sich anschließend ins Obergeschoss. Dort nahmen sie einen Safe aus einem Kleiderschrank mit, der Bargeld enthielt, das der Geschädigte Berichten zufolge erst wenige Tage zuvor für den Kauf eines neuen Hauses abgehoben hatte.

Überwachungskameras zeichneten auf, wie die drei groß gebauten Verdächtigen ruhig das Anwesen verließen und in einen bereitstehenden schwarzen viertürigen Pickup stiegen. Bei der Flucht durchbrach das Fahrzeug die Sicherheitsschranke der Wohnanlage.

Polizeibeamte und Forensiker untersuchen das Innere des Hauses in Pattaya und sichern Fingerabdrücke im Schlafzimmer, aus dem der Safe entfernt wurde.

Am 27. Februar führte Pol. Col. Nattapol Phongsuksakul, Leiter der Polizeistation Nongprue, gemeinsam mit Ermittlern, Forensikern der Region Chonburi 2 sowie provinziellen und regionalen Fahndungsteams eine erneute Spurensicherung am Tatort durch. Dabei wurden unter anderem latente Fingerabdrücke gesichert. Die beschädigte Eingangsschranke der Wohnanlage wies deutliche Spuren der Flucht auf.

Die Ermittler befragten vier Hausbewohner – drei britische Männer und eine thailändische Frau – um weitere Hinweise zum Erscheinungsbild der Täter zu erhalten.


Ein 57-jähriger Nachbar berichtete, er habe gegen 20.00 Uhr einen verdächtigen Pickup in die Anlage einfahren sehen, der vor dem Haus der Opfer verlangsamte. Gegen 21.00 Uhr habe das Fahrzeug nahe dem Poolbereich gestanden, und eine Frau sei um Hilfe schreiend gehört worden. Der gesamte Überfall soll weniger als zwei Minuten gedauert haben.

CCTV-Aufnahmen zeigen die Einfahrt des Täterfahrzeugs um 22.19 Uhr (die Kamerazeit ging 13 Minuten nach) und die Ausfahrt um 22.38 Uhr. Der Pickup verlangsamte kurz an der Schranke, beschleunigte dann und durchbrach die Barriere, bevor er nach links entkam.

Ermittler begutachten die Einfahrt von Chokchai Village 9 in Nongprue, wo die Täter mit einem schwarzen Pickup die beschädigte Sicherheitsschranke durchbrochen haben sollen.

Später fanden Polizeikräfte die weggeworfenen Mobiltelefone der Opfer in einem Waldgebiet nahe den Bahngleisen, etwa zwei bis drei Kilometer vom Tatort entfernt. Die Täter sollen in Richtung Wat-Boon-Kanjanaram-Straße geflüchtet sein. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Verdächtigen möglicherweise noch im Raum Pattaya aufhalten.

Nach Angaben der Ermittler war das Opfer im November nach Thailand eingereist und hielt sich seit etwa zwei Monaten dort auf. Das gestohlene Bargeld sei erst zwei bis drei Tage vor der Tat von einer Bank abgehoben worden.

Die Polizei vermutet, dass die Täter über Insiderinformationen zur Bargeldabhebung verfügten, und schließt die Beteiligung eines thailändischen Komplizen nicht aus, der das Ziel ausgespäht haben könnte. Die Fahndung nach den Verdächtigen läuft auf Hochtouren.

Überwachungskameras erfassen den schwarzen viertürigen Pickup, der von den drei maskierten Verdächtigen bei der Ein- und Ausfahrt aus der Wohnanlage genutzt worden sein soll.



Polizeikräfte bergen eines der weggeworfenen Mobiltelefone der Opfer in einem Waldgebiet nahe den Bahngleisen, etwa zwei bis drei Kilometer vom Tatort entfernt.



Die thailändische Ehefrau des britischen Opfers zeigt eine leichte Verletzung nach dem beängstigenden Überfall, während die Polizei Beweise dokumentiert und die Ermittlungen fortsetzt.