
PATTAYA, Thailand – Die thailändische Regierung bereitet Energiesparmaßnahmen vor, die landesweit nächtliche Schließungen von Tankstellen vorsehen könnten – allerdings erst nach dem Songkran-Fest, um den Reiseverkehr nicht zu beeinträchtigen.
Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul erklärte am 7. April, dass die Behörden angesichts der anhaltenden Instabilität im Nahen Osten, die Sorgen über Versorgung und Preise schürt, Schritte zur Regulierung des Kraftstoffverbrauchs vorantreiben.
Bei einer Ansprache im Innenministerium sagte Anutin, dass ein neues Zentrum zur Verwaltung und Überwachung der Lage im Nahen Osten eingerichtet werden soll. Dieses wird die bisherige Einrichtung ersetzen, deren Mandat mit der vorherigen Regierung ausgelaufen ist. Das Zentrum soll Maßnahmen koordinieren, um ausreichende Kraftstoffreserven für Thailand sicherzustellen.
Zu den wichtigsten Vorschlägen gehört die Begrenzung der Öffnungszeiten von Tankstellen zwischen 22:00 Uhr und 5:00 Uhr. Anutin betonte jedoch, dass eine solche Regelung erst nach dem 20. April in Kraft treten würde, damit die Bevölkerung während Songkran ungehindert reisen kann.
„Wir möchten, dass die Menschen so bequem wie möglich nach Hause zurückkehren und feiern können“, sagte er und fügte hinzu, dass die Umsetzung erst nach der Rückkehr zu normalen Reisegewohnheiten erfolgen soll.
Der Minister erklärte weiter, dass die Behörden sämtliche Möglichkeiten prüfen, um den Kraftstoffverbrauch zu kontrollieren und die Effizienz zu steigern. Details zur Umsetzung sollen über bestehende gesetzliche Mechanismen geregelt werden, ohne dass ein Notstandsgesetz erforderlich ist.
Gleichzeitig überwacht die Regierung die Raffineriemargen genau und hat das Energieministerium angewiesen, regelmäßig Bericht zu erstatten. Dies ist Teil umfassender Maßnahmen zur Kontrolle steigender Kosten und zur Stabilisierung des inländischen Energiemarktes.
Die geplanten Einschränkungen spiegeln den Balanceakt zwischen der Sicherung nationaler Kraftstoffreserven und der Minimierung von Störungen im Alltag wider. Konkretere Maßnahmen werden erwartet, sobald das neue Koordinierungszentrum offiziell eingerichtet ist.









