
PATTAYA, Thailand – Die thailändische Regierung hat kurzfristige Maßnahmen eingeleitet, um die Kraftstoffpreise vor dem bevorstehenden Songkran-Fest zu senken. Ein Regierungsausschuss unter Vorsitz von Vizepremierminister Ekniti Nitithanprapas ordnete eine Neuberechnung der Raffinerie- und Vermarktungsmargen an, um die Energiekosten für Verbraucher zu reduzieren.
Der Ausschuss für die Untersuchung der Kraftstoffkosten strebt an, die Anpassungen bis zum 6. April abzuschließen, damit sie in der kommenden Woche dem Kabinett vorgelegt werden können. Ziel ist es, die Preise an den Zapfsäulen rechtzeitig vor dem Songkran-Fest zu senken und Millionen Bürger finanziell zu entlasten.
„Die derzeitigen Raffineriemargen könnten unverhältnismäßig hoch sein“, erklärte Ekniti gegenüber Reportern. Er wies darauf hin, dass einige Kostenbestandteile – etwa für Transport und Versicherungen – derzeit in die Preisgestaltung einfließen, obwohl sie nicht von allen Marktteilnehmern tatsächlich getragen werden.
Zudem forderte der Minister eine realistische Neubewertung sogenannter „Kriegsprämien“, die im Zusammenhang mit Spannungen im Nahen Osten stehen. Er betonte, dass thailändische Raffinerien nicht ausschließlich Rohöl aus dieser Region beziehen. Das Energieministerium wurde daher beauftragt, gemeinsam mit den Raffinerien die tatsächlichen Kosten dieser Prämien zu prüfen und auf dieser Grundlage eine genauere Kalkulation der Margen vorzunehmen.
Die Regierung plant, diese „außergewöhnlichen Kosten“ aus der Preisstruktur zu entfernen, um die realen Betriebsausgaben besser widerzuspiegeln. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, könnte es Millionen von Thailändern, die ab dem 13. April zum traditionellen Neujahrsfest im ganzen Land unterwegs sind, eine sofortige finanzielle Entlastung bringen.









