Thailändische Flugbegleiterin nahm Kurierauftrag für 8.800 Baht an, bevor sie in Australien wegen Heroinschmuggels festgenommen wurde

0
106
Oberstleutnant der Polizei Suriya Singhakomol, Generalsekretär des thailändischen ONCB, informiert die Medien über die Ermittlungen gegen die thailändische Flugbegleiterin, der Heroinschmuggel nach Australien vorgeworfen wird. Nach Angaben der Behörden wurde sie über ein gefälschtes Kurierkonto in sozialen Medien angeworben.

PATTAYA, Thailand – Thailands Office of the Narcotics Control Board (ONCB) hat neue Einzelheiten im Fall einer 26-jährigen thailändischen Flugbegleiterin bekannt gegeben, der vorgeworfen wird, ein Kilogramm Heroin nach Australien geschmuggelt zu haben. Nach Angaben der Behörde wurde sie über eine Kuriergruppe in sozialen Medien angeworben und akzeptierte den Auftrag für lediglich 8.800 Baht.

Die Verdächtige wurde am 25. Juni nach ihrer Ankunft am Flughafen Melbourne von der Australian Federal Police (AFP) festgenommen. Die australischen Behörden werfen ihr vor, versucht zu haben, rund ein Kilogramm Heroin nach Australien einzuführen. Der Straßenverkaufswert der Drogen wird auf etwa 500.000 australische Dollar geschätzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Fall mit einem internationalen Drogenschmuggelnetzwerk in Verbindung steht, das Flugpersonal und andere Insider für den grenzüberschreitenden Transport von Betäubungsmitteln nutzt.



Nach Angaben des ONCB wurde die Frau über eine Social-Media-Gruppe kontaktiert, in der Personen gesucht wurden, die Waren ins Ausland transportieren. Eine Nutzerin mit dem Namen „Rose“ suchte Reisende nach Australien, die über etwa 20 Kilogramm freien Gepäckraum verfügten. Sie gab an, das Gepäck enthalte ausschließlich thailändische OTOP-Produkte und andere lokale Waren.

Die Ermittler erklärten, dass die Flugbegleiterin und ihr Freund den Auftrag zunächst ablehnten, da das Profil anonym wirkte und den Eindruck eines gefälschten Kontos vermittelte. Nachdem die Absenderin jedoch versichert hatte, dass das Konto echt sei, erklärte sich die Frau bereit, das Gepäck gegen eine Vergütung von 8.800 Baht zu transportieren.

Inzwischen wurde das betreffende Benutzerkonto gelöscht. Die Behörden versuchen nun, die Hintermänner zu identifizieren. Die Ermittlungen sind Teil einer umfassenderen Untersuchung gegen das mutmaßliche Drogenschmuggelnetzwerk.


Die Mutter der Verdächtigen erklärte den Ermittlern, die Familie lebe als Bauern mit bescheidenem Einkommen und ihre Tochter habe unter erheblichem finanziellem Druck gestanden. Sie habe noch Studienkredite zurückzahlen müssen und ihrer Familie regelmäßig 10.000 Baht pro Monat überwiesen, um die Haushaltskosten zu decken, darunter etwa 8.000 Baht monatlich für die Finanzierung eines Autos.

Die Flugbegleiterin bleibt nach der Ablehnung ihres Kautionsantrags weiterhin in Untersuchungshaft und muss sich derzeit in Australien vor Gericht verantworten. Die Königlich Thailändische Botschaft in Australien leistet konsularische Unterstützung und überwacht die Wahrung ihrer grundlegenden Rechte.

Die thailändischen Behörden erwarten in den kommenden Wochen mehr Klarheit über den weiteren Verlauf des Verfahrens. Der nächste Gerichtstermin in Australien ist für den 14. September 2026 angesetzt. Parallel dazu setzen die Ermittlungsbehörden in Thailand und Australien ihre Untersuchungen gegen das mutmaßliche internationale Drogenschmuggelnetzwerk fort.