Französischer Flüchtiger in Cha-am wegen mutmaßlichen Anlagebetrugs in Milliardenhöhe festgenommen

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Beamte der Einwanderungspolizei begleiten einen französischen Verdächtigen nach seiner Festnahme in Cha-am im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen internationalen Anlagebetrug in Milliardenhöhe.

PHETCHABURI, Thailand – Die thailändische Einwanderungspolizei hat einen 33-jährigen französischen Staatsbürger festgenommen, der von den Behörden in Frankreich, der Türkei sowie von Interpol wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem grenzüberschreitenden Anlagebetrug gesucht wurde. Der Schaden wird auf mehr als 200 Millionen Euro (rund 7,5 bis 8 Milliarden Baht) geschätzt.

Beamte der Ermittlungsabteilung 3 der Einwanderungspolizei unter der Leitung von Polizeikolonel Suriya Puangsomboon führten die Festnahme durch, nachdem hochrangige Einwanderungsbeamte die Aufenthaltsgenehmigung des Verdächtigen widerrufen hatten.



Auf Grundlage von Geheimdienstinformationen lokalisierten die Ermittler den Mann am 20. Juni gegen 15.00 Uhr in einer Luxusvilla im Bezirk Cha-am in der Provinz Phetchaburi. Nach einer Passkontrolle und der Bestätigung seiner Identität wurde er festgenommen.

Die Behörden erklärten, dass der Verdächtige gemäß Abschnitt 12(7) des thailändischen Einwanderungsgesetzes B.E. 2522 (1979) als unerwünschte Person eingestuft wurde. Dies führte zum Widerruf seiner Aufenthaltserlaubnis und zu seiner sofortigen Inhaftierung für weitere rechtliche Schritte.

Den Ermittlungen zufolge gründete der Verdächtige gemeinsam mit fünf Komplizen im Jahr 2022 ein Unternehmen im Bereich „digitale Finanzen“ und gab fälschlicherweise an, mit einem bedeutenden Finanzinstitut in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbunden zu sein.

Die Gruppe soll Investitionen insbesondere von türkischen Staatsangehörigen angeworben haben, die in Frankreich, Belgien, der Schweiz und Neuseeland leben. Die Investitionssummen lagen zwischen 20.000 und 300.000 Euro.


Den Anlegern wurden außergewöhnlich hohe Renditen versprochen, darunter monatliche Gewinne von 15 Prozent, jährliche Erträge in Höhe des Fünffachen der Investition sowie zusätzliche Prämien für die Anwerbung neuer Mitglieder. Nach Angaben der Polizei weist das Modell die typischen Merkmale eines Schneeballsystems auf.

Die Ermittler gehen davon aus, dass weltweit mehr als 900 Personen von dem Betrug betroffen sein könnten. Das Einwanderungsbüro wird nun die Abschiebung des Verdächtigen vorbereiten, damit er im ersuchenden Staat im Rahmen internationaler Rechtsverfahren strafrechtlich verfolgt werden kann.