DSI deckt riesiges Forex-Betrugsnetzwerk auf – Ermittlungen über Milliarden Baht

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Das Department of Special Investigation (DSI) hat ein umfangreiches Forex-Betrugsnetzwerk aufgedeckt. Bei Razzien an 24 Standorten wurden Luxusgüter und Vermögenswerte als Beweismittel beschlagnahmt.

BANGKOK, Thailand – Das thailändische Department of Special Investigation (DSI) hat am Freitag bedeutende Fortschritte bei den Ermittlungen zu einem groß angelegten Forex-Betrug bekannt gegeben. Dabei wurden finanzielle Verbindungen zu einem Abgeordneten der Volkspartei sowie zu einem bekannten Schauspieler offengelegt.

DSI-Generaldirektor Polizeimajor Yuthana Praedam erklärte gemeinsam mit Vertretern der Cyberkriminalitätsbehörde und der thailändischen Zentralbank, dass eine sechsmonatige Untersuchung von Online-Betrugs- und Glücksspielnetzwerken Geldströme in Milliardenhöhe aufgedeckt habe. Diese sollen mit illegalen Devisenbrokern und Zahlungsabwicklungsunternehmen in Verbindung stehen.



Im Rahmen der Ermittlungen durchsuchten die Behörden 24 Zielobjekte in Bangkok und den umliegenden Provinzen. Die Maßnahmen richteten sich gegen nicht autorisierte Broker, sogenannte Introducing Brokers (IBs) sowie Zahlungsplattformen.

Polizeihauptmann Khemachat Prakaihongmanee, Leiter des Technologie- und Informationskriminalitätsbüros des DSI, erklärte, dass eine Zahlungsplattform namens „alp FX“ Gelder an das Unternehmen „Spark Digital“ überwiesen haben soll. Von dort seien Zahlungen an den Abgeordneten der Volkspartei, Pawoot Pongvitayapanu, geflossen.

Nach Angaben des DSI wurden insgesamt 14 Überweisungen in Höhe von jeweils 2 Millionen Baht registriert, was einer Gesamtsumme von 28 Millionen Baht (rund 852.000 US-Dollar) entspricht. Gegen Herrn Pawoot wurde bislang weder ein Haftbefehl noch eine Vorladung erlassen, da das Parlament derzeit tagt. Nach Ende der Sitzungsperiode werde er Gelegenheit erhalten, die Transaktionen zu erläutern.


Darüber hinaus nannten die Ermittler den bekannten Schauspieler Film Rattapoom als Person mit Verbindungen zu einer Gruppe, die mit den illegalen Brokern in Zusammenhang stehen soll. Die Behörden betonten, dass sowohl Pawoot Pongvitayapanu als auch Film Rattapoom derzeit lediglich als Personen von Interesse gelten und die Möglichkeit haben, Beweise vorzulegen, um ihre Unschuld nachzuweisen.

Der Forex-Betrug hat nach Angaben des DSI mehr als 500 registrierte Geschädigte betroffen. Weitere 60 Opfer wurden bei der Cyber Crime Investigation Bureau erfasst. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Milliarden Baht geschätzt.



Während der gemeinsamen Durchsuchungsaktionen wurden 15 nicht lizenzierte Devisenhandelsfirmen sowie neun Wohnobjekte durchsucht, die mit thailändischen und ausländischen Verdächtigen in Verbindung stehen. Die Behörden beschlagnahmten Vermögenswerte im Gesamtwert von mehreren Millionen Baht, darunter 65 Millionen Baht Bargeld, 12 Kilogramm Silberbarren, Goldschmuck im Gewicht von 50 Baht, 113 Luxusuhren, Designerhandtaschen, fünf Luxusfahrzeuge, 15 weitere Fahrzeuge sowie 55 Computer.

Alle beschlagnahmten Gegenstände wurden als Beweismittel sichergestellt und werden im Rahmen der laufenden Ermittlungen weiter untersucht.