Vater fordert Gerechtigkeit nachdem Überwachungsvideo mutmaßliche tödliche Misshandlung seiner Tochter in Pattaya zeigt

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Eine 22-jährige Frau galt zunächst als am Arbeitsplatz zusammengebrochen. Später sollen Überwachungskameras gezeigt haben, dass sie zuvor von ihrem Freund angegriffen wurde, gegen den nun Forderungen nach einer Festnahme erhoben werden.

PATTAYA, Thailand – Ein trauernder Vater fordert ein rasches Eingreifen der Polizei, nachdem Aufnahmen einer Überwachungskamera angeblich zeigen, wie seine 22-jährige Adoptivtochter kurz vor ihrem Tod von ihrem Freund angegriffen wurde, während sie an einer Tankstelle in Nord-Pattaya arbeitete.

Nach Angaben von Somporn (54) wurde er am Abend des 1. Juni gegen 22:00 Uhr darüber informiert, dass seine Tochter während einer Überstundenschicht in einem Mini-Markt innerhalb einer Tankstelle an der Sukhumvit Road in Nord-Pattaya zusammengebrochen sei. Als er am Einsatzort eintraf, führten Rettungskräfte und medizinisches Personal bereits Wiederbelebungsmaßnahmen durch, bevor die junge Frau ins Krankenhaus gebracht wurde. Trotz aller Bemühungen verstarb sie später.



Zunächst hatten Arbeitskollegen vermutet, die Frau sei aufgrund von Erschöpfung nach Überstunden sowie dem Konsum mehrerer Energydrinks und Kratom-haltiger Getränke kollabiert. Somporn erklärte jedoch, dass er später Hinweise von Bekannten erhalten habe, die ihn dazu veranlassten, die Aufzeichnungen der Überwachungskameras am Arbeitsplatz zu überprüfen.

Nach seinen Angaben zeigen die Aufnahmen, wie der Freund der Verstorbenen, der ebenfalls dort arbeitete und seine Schicht bereits beendet haben soll, mit einem Motorrad zurückkehrte und sie innerhalb des Geländes mutmaßlich angriff. Anschließend sei die Frau zu Boden gestürzt und später bewusstlos geworden.


Der Leichnam wurde inzwischen der Familie übergeben und für die Trauerfeierlichkeiten in die Provinz Kalasin gebracht. Die Einäscherung war für den 4. Juni vorgesehen. Die offiziellen Ergebnisse der Obduktion werden jedoch erst in etwa 45 Tagen erwartet.

Da der Verdächtige bislang nicht festgenommen wurde, befürchtet die Familie, dass er sich einer Strafverfolgung entziehen könnte.

Ein Mitarbeiter der Rettungsorganisation Sawang Boriboon Rescue Foundation erklärte, dass die Frau bei Eintreffen der Einsatzkräfte weder Puls noch Atmung aufgewiesen habe. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen und des schnellen Transports ins Krankenhaus konnte ihr Leben nicht gerettet werden.



Der Freund bestreitet laut Berichten, sie geschlagen zu haben. Er habe lediglich eingeräumt, sie gestoßen zu haben.

Die Polizei wertet weiterhin die Videoaufnahmen aus und sammelt Beweise. Gleichzeitig werden Forderungen nach einer schnellen Festnahme des Verdächtigen und einer umfassenden Untersuchung der Todesumstände lauter.