Thailand startet Notfallmaßnahmen zum Schutz von Touristen nach Hotelbrand in Pattaya mit vier Verletzten

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Ministerin Supamas Isarabhakdi ordnet nach dem Brand im Sunday JA Plus Hotel ein Notfall-Beschwerdezentrum in Pattaya an und verspricht umfassenden Schutz sowie Unterstützung bei Entschädigungen für betroffene Touristen.

PATTAYA, Thailand – Das thailändische Amt für Verbraucherschutz (OCPB) hat nach dem Brand im Sunday JA Plus Hotel an der Pattaya Third Road ein spezielles Notfall-Beschwerdezentrum in Pattaya eingerichtet, nachdem vier Menschen verletzt und Hunderte Gäste in der Nacht zum 22. Mai evakuiert werden mussten.

Die dem Büro des Premierministers zugeordnete Ministerin Supamas Isarabhakdi ordnete die dringende Maßnahme an und wies das OCPB an, betroffenen thailändischen und ausländischen Touristen direkte Hilfe sowie Verbraucherschutzdienste vor Ort bereitzustellen.


Das Feuer brach spät am 21. Mai im Hotel in Nord-Pattaya aus und schloss zahlreiche Gäste im Gebäude ein, bevor Rettungskräfte sämtliche Personen evakuieren konnten. Die Behörden bestätigten vier Verletzte, darunter drei Hotelgäste und ein Hotelmitarbeiter.

Die Regierung erklärte, die Maßnahmen erfolgten auf Anweisung von Premierminister Anutin Charnvirakul, wonach alle Behörden die Sicherheitsmaßnahmen für Touristen in wichtigen Reisezielen landesweit verstärken sollen. Das OCPB arbeitet nun gemeinsam mit dem Ministerium für Tourismus und Sport, der Stadt Pattaya, dem Amt für öffentliche Bauarbeiten und Stadtplanung, der Versicherungsaufsichtsbehörde sowie Verbraucherschutzorganisationen zusammen, um Entschädigungen und Hilfsmaßnahmen für die Opfer zu koordinieren.


Laut OCPB-Generalsekretär Ranrong Poolpipat wurden die Hilfsmaßnahmen bereits in zwei Gruppen unterteilt:

  • Verletzte Personen, die im Krankenhaus behandelt werden und deren medizinische Kosten sowie Entschädigungen Berichten zufolge vom Hotel übernommen werden.
    • Gäste mit zukünftigen Buchungen, die kein Vertrauen mehr in die Sicherheit des Hotels haben und vollständige Rückerstattungen erhalten sollen.

Die Behörden erklärten, dass alle 240 Hotelgäste bereits in nahegelegene Unterkünfte verlegt worden seien. Die genaue Brandursache wird weiterhin von der forensischen Polizei untersucht.

Supamas betonte, dass Hotelgäste nach dem thailändischen Verbraucherschutzgesetz rechtlich als Verbraucher anerkannt seien und Anspruch auf Sicherheit sowie Entschädigung für Schäden hätten.



„Wir haben sofort die Einrichtung eines speziellen Beschwerdezentrums in Pattaya angeordnet, damit betroffene Touristen Beschwerden direkt vor Ort einreichen und Hilfe erhalten können, ohne unnötige Reisen oder Verzögerungen“, sagte sie.

Das provisorische Zentrum wird Beschwerden über Verletzungen, Sachschäden und finanzielle Verluste aufnehmen und zugleich bei Entschädigungsverhandlungen zwischen den betroffenen Touristen und dem Hotelbetreiber vermitteln. Zudem sollen ausländische Besucher Unterstützung zu ihren Verbraucherrechten erhalten.

Supamas warnte, dass das OCPB im Falle gescheiterter Verhandlungen und unzureichender Entschädigungen bereit sei, gemäß Abschnitt 39 des Verbraucherschutzgesetzes rechtliche Schritte im Namen der Opfer einzuleiten – ohne Kosten für die Verbraucher.


Sie dankte außerdem dem Hotelbetreiber dafür, zunächst Verantwortung übernommen zu haben, indem verletzte Gäste unterstützt, Rückerstattungen angeboten und evakuierte Touristen in sichere Unterkünfte gebracht wurden.

Die Behörden forderten Hotels in ganz Thailand auf, Brandschutzsysteme, Notausgänge und Evakuierungsübungen des Personals jederzeit voll funktionsfähig zu halten.