Thailändischer Abgeordneter fordert Lottogewinn von zehn Millionen Baht und höheren Verbraucheranteil

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Boonyavee Yomjinda fordert höhere Lotteriegewinne, darunter einen Hauptpreis von zehn Millionen Baht, und argumentiert, dass Verbraucher stärker von den milliardenschweren Einnahmen jeder Ziehung profitieren sollten.

PATTAYA, Thailand – Ein thailändischer Parlamentsabgeordneter hat eine umfassende Reform der staatlichen Lotteriepreise vorgeschlagen, darunter eine Erhöhung des Hauptgewinns auf zehn Millionen Baht sowie höhere Auszahlungen in weiteren Gewinnklassen. Ziel sei es, den Verbrauchern einen größeren Anteil an den Einnahmen des Systems zurückzugeben.

Boonyavee Yomjinda, Listenabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verbraucherschutz im Repräsentantenhaus, erklärte, dass der Vorschlag bereits dem Ausschuss zur Prüfung vorgelegt worden sei. Weitere Anhörungen und Beratungen mit zuständigen Behörden, darunter das Government Lottery Office, seien geplant.



Nach Angaben des Abgeordneten soll die Initiative mehr Fairness für Verbraucher schaffen. Er verwies darauf, dass die staatliche Lotterie bei jeder Ziehung enorme Einnahmen generiere, während die Gewinnausschüttungen vergleichsweise begrenzt blieben. Laut den genannten Zahlen würden pro Ziehung etwa einhundert Millionen Lose produziert, was Einnahmen von rund 6,7 Milliarden Baht erzeuge.

Gemäß dem Vorschlag soll der Hauptgewinn von derzeit sechs Millionen auf zehn Millionen Baht steigen. Auch kleinere Gewinnklassen sollen deutlich angehoben werden. So könnte der zweistellige Gewinn von 2.000 auf 5.000 Baht steigen, während der dreistellige Gewinn von 4.000 auf 10.000 Baht erhöht werden könnte.

Boonyavee Yomjinda betonte, dass die Änderungen nicht dazu dienen sollen, Glücksspiel zu fördern, sondern mehr Gerechtigkeit für Verbraucher zu schaffen. Lottospieler würden erheblich zu Staatseinnahmen und öffentlichen Sozialprogrammen beitragen. Gleichzeitig seien die Chancen auf den Hauptgewinn weiterhin äußerst gering.

Darüber hinaus kritisierte er die aktuelle Preis- und Vertriebsstruktur, die insbesondere Verkäufer unter Druck setze. Einige Händler berichteten von finanziellen Verlusten durch unverkaufte Lose. Zudem gebe es nur begrenzte Möglichkeiten, Beschwerden innerhalb der Vertriebskette einzureichen.

Der Vorschlag wird nun vom Ausschuss geprüft. Vertreter relevanter Behörden und Interessengruppen sollen zu Gesprächen über Umsetzbarkeit, mögliche Anpassungen der Gewinnstruktur sowie finanzielle Auswirkungen eingeladen werden, bevor weitere gesetzgeberische Schritte erfolgen.