
PATTAYA, Thailand – Ein virales Überwachungsvideo aus einem Restaurant im Unterbezirk Lat Ya im Bezirk Mueang Kanchanaburi hat landesweit Empörung ausgelöst. Die Aufnahmen sollen zeigen, wie ein männlicher Gast am 20. Mai eine Kellnerin während ihrer Arbeit sexuell belästigt.
Das Video wurde vom Facebook-Nutzer „Aut Panupong“, der zugleich Eigentümer des Restaurants ist, veröffentlicht. Darauf ist eine Gruppe von Gästen beim Essen zu sehen, während einer der Männer angeblich unangemessenen körperlichen Kontakt mit einer Mitarbeiterin innerhalb des Restaurants aufnimmt. Der Clip verbreitete sich rasch in den sozialen Medien und führte zu scharfer Kritik sowie erneuten Forderungen nach konsequentem rechtlichen Vorgehen.
In einer deutlichen Stellungnahme erklärte der Restaurantbesitzer, dass ein solches Verhalten nicht akzeptiert werde und der Fall inzwischen auf juristischem Wege verfolgt werde. Nach seinen Angaben wurden Überwachungsvideos sowie Zeugenaussagen bereits den Behörden übergeben.
Er betonte, fest an der Seite seiner Mitarbeiterin zu stehen und den Fall weiterzuverfolgen, bis Gerechtigkeit erreicht werde. Niemand dürfe unter irgendwelchen Umständen Belästigungen ausgesetzt sein. Das Restaurant werde vollständig mit den Ermittlungsbehörden kooperieren und einen transparenten Ablauf verlangen.
Zugleich äußerte der Besitzer Besorgnis über bestimmte Äußerungen während der ersten Reaktion der Behörden, die bei der Betroffenen und ihrer Familie Unsicherheit ausgelöst hätten. Er forderte eine faire und professionelle Behandlung des Falls.
Der Restaurantbesitzer bekräftigte außerdem, seine Angestellten „um jeden Preis zu schützen“ und Verantwortung einzufordern – unabhängig vom gesellschaftlichen Status des mutmaßlichen Täters.
Er erklärte weiter, dass es in Gastronomie- und Unterhaltungsbetrieben häufig zu Vorfällen komme, die mit Alkoholkonsum und unangemessenem Verhalten in der Öffentlichkeit verbunden seien. Besonders problematisch seien Situationen, in denen Personen sich vor Freunden oder Bekannten danebenbenehmen. Überwachungskameras und schnelle Meldungen seien daher wichtige Instrumente zum Schutz von Mitarbeitern.
Ähnliche Fälle seien zuletzt auch in Bangkok, Pattaya und Phuket bei der Polizei gemeldet worden, da Vorfälle in Nachtleben- und Gastronomiebetrieben zunehmend dokumentiert und offiziell angezeigt würden.













