
PATTAYA, Thailand – Thailands seit Langem verzögertes Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt zur Verbindung der Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao hat eine kritische Phase erreicht, nachdem die Regierung sich geweigert hat, zentrale Vertragsbedingungen zu ändern, die vom privaten Konsortium unter Führung der CP Group gefordert wurden.
Das 224 Milliarden Baht schwere Megaprojekt, das 2019 zwischen der State Railway of Thailand und Asia Era One unterzeichnet wurde, liegt seit mehr als sechs Jahren praktisch still, ohne dass mit dem Bau begonnen wurde. Ursache sind anhaltende Streitigkeiten über Finanzierungsbedingungen und Zahlungsstrukturen.
Der stellvertretende Premierminister und Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn machte kürzlich deutlich, dass die Regierung die Kernvereinbarung nicht überarbeiten werde. Dies betrifft insbesondere Vorschläge, wonach der Staat schrittweise Zahlungen während der Bauphase leisten sollte, anstatt erst nach Fertigstellung des Projekts.
Behörden warnten, dass die anhaltenden Verzögerungen inzwischen mehrere andere wichtige nationale Infrastrukturprojekte bedrohen, darunter die thailändisch-chinesische Hochgeschwindigkeitsbahn, die Erweiterung der Bangkoker Red Line „Missing Link“ sowie Entwicklungspläne rund um den internationalen Flughafen U-Tapao.
Die State Railway of Thailand deutete nun an, dass sie sich überschneidende Bauabschnitte zurückfordern und direkt verwalten könnte, falls das private Konsortium nicht bald einen konkreten Bauzeitplan bestätigt. Zu diesen Abschnitten gehören gemeinsame Bahnstrukturen mit dem thailändisch-chinesischen Bahnprojekt sowie unterirdische Tunnelbereiche im Zusammenhang mit der Erweiterung der Bangkoker Red Line.
Die Behörden prüfen zudem mögliche Streckenänderungen in der Nähe des Flughafens U-Tapao, nachdem Ausbauarbeiten an der Start- und Landebahn durch die Royal Thai Navy schneller vorangeschritten sind als der Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Sollten sich die Verzögerungen fortsetzen, könnte die Bahnlinie künftig um die Landebahn herumgeführt werden, anstatt darunter hindurchzutunneln. Auch der Standort des zukünftigen Bahnhofs U-Tapao könnte um mehrere hundert Meter verlegt werden, um die geplante Aerotropolis-Entwicklung nicht zu beeinträchtigen.
Dem Bericht zufolge könnte die Rückführung überschneidender Bauabschnitte unter staatliche Kontrolle die Investitionsverpflichtungen des privaten Konsortiums um nahezu 50 Milliarden Baht senken und damit den Finanzierungsdruck reduzieren. Banken sollen jedoch weiterhin zögern, Kredite bereitzustellen, da Bedenken hinsichtlich der Rückzahlungsrisiken und der langen Verzögerung bis zum Beginn staatlicher Ausgleichszahlungen bestehen.













