
BANGKOK, Thailand – Thailändische Cyberpolizei hat in Zusammenarbeit mit Einwanderungsbehörden und deutschen Strafverfolgern einen deutschen Staatsbürger festgenommen, der im Zusammenhang mit einem globalen „Cyberangriff-auf-Bestellung“-Netzwerk steht. Die Verhaftung erfolgte nach einer internationalen Fahndung auf Grundlage einer Red Notice von INTERPOL am 11. April.
Der 27-jährige Verdächtige, identifiziert als Noah Christopher, wurde in einem Condominium im Stadtteil Thonglor in Bangkok aufgegriffen. Ermittler gehen davon aus, dass er eine zentrale Rolle hinter den Online-Plattformen „FLUXSTRESS“ und „NETDOWNER“ spielte, über die mutmaßlich DDoS-Angriffe gegen Organisationen weltweit angeboten wurden.
Die Operation wurde vom Cyber Crime Investigation Bureau in Zusammenarbeit mit der Royal Thai Police und der Einwanderungsbehörde durchgeführt, nachdem ein Ersuchen der deutschen Bundespolizei eingegangen war.
Bei der Durchsuchung beschlagnahmten Beamte mehrere elektronische Geräte, darunter Computer, Tablets, Mobiltelefone sowie eine digitale Geldbörse. Diese sollen im Zusammenhang mit den Plattformen stehen, die als sogenannte „DDoS-as-a-Service“-Dienste fungierten und es Nutzern ermöglichten, Server gezielt zu überlasten und Systeme weltweit lahmzulegen.
Die Einwanderungsbehörde hat die Aufenthaltserlaubnis des Verdächtigen inzwischen widerrufen, während die rechtlichen Schritte eingeleitet wurden. Die sichergestellten digitalen Beweise werden derzeit forensisch ausgewertet, um weitere Beteiligte zu identifizieren und das Netzwerk umfassend aufzudecken.
Behörden bezeichneten die Festnahme als bedeutenden Erfolg der internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Cyberkriminalität und verwiesen auf die wachsende Bedrohung durch immer ausgefeiltere digitale Angriffsdienste.









