Konflikt im Nahen Osten zwingt thailändische Fischer wegen Treibstoffproblemen im Hafen zu bleiben

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Kleine Fischerboote liegen am Pier in Samut Prakan vor Anker. Fischer berichten, dass Einschränkungen beim Treibstoffkauf infolge von Versorgungsbedenken während der Spannungen im Nahen Osten einige Boote daran hindern, zum Fischfang auszulaufen.

PATTAYA, Thailand – Kleine Fischer in Thailand beginnen die Auswirkungen des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten zu spüren. Einige von ihnen können derzeit nicht mehr auslaufen, weil sie Schwierigkeiten haben, Treibstoff zu kaufen, berichten Vertreter der Branche.

Die Fischereivereinigung von Samut Prakan hat dazu ein Schreiben an die National Fisheries Association of Thailand übermittelt. Darin wird erklärt, dass die Unruhen im Nahen Osten Sorgen über die Versorgung und Verteilung von Treibstoff ausgelöst haben.



Infolgedessen können lokale Fischer Berichten zufolge keinen Treibstoff mehr in Kanistern an Tankstellen kaufen, wie sie es bisher gewohnt waren. Dadurch können einige Boote den Hafen nicht verlassen und mussten ihre Fischereiaktivitäten vorübergehend einstellen.

Trairerk Muesanthad, Präsident der National Fisheries Association of Thailand, erklärte, die Organisation habe die Schwierigkeiten der kleinen Fischer zur Kenntnis genommen und das Problem offiziell an die Regierung herangetragen. Gleichzeitig habe man dringend Maßnahmen gefordert, um die Situation zu entschärfen und betroffene Fischer zu unterstützen.

Die Vereinigung führt zudem eine umfassendere Untersuchung darüber durch, wie sich der Konflikt im Nahen Osten insgesamt auf die thailändische Fischereiindustrie auswirken könnte. Dabei sollen steigende Treibstoffkosten, operative Schwierigkeiten für Fischereiboote sowie mögliche Folgen entlang der gesamten Lieferkette für Meeresprodukte analysiert werden.


Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen anschließend mit der Regierung besprochen werden, um mögliche Gegenmaßnahmen zu prüfen.

Bereits zuvor hatte die National Fisheries Association of Thailand ein Schreiben an das thailändische Ministerium für Landwirtschaft und Genossenschaften gerichtet, in dem eine Verlängerung der Rückzahlungsfristen für Kredite aus einem Liquiditätsprogramm zur Unterstützung der Fischerei gefordert wurde.

Hintergrund sind Bedenken, die während der Jahreshauptversammlung des Verbandes am 27. Februar 2026 geäußert wurden. Dort warnten Fischer, dass viele Betreiber Schwierigkeiten hätten, ihre Rückzahlungen zu leisten, da die ersten Kreditlaufzeiten bald fällig würden.


Die Mitglieder schlugen vor, die Rückzahlungsfristen zu verlängern, um die finanzielle Belastung der Fischereibetriebe zu verringern. Zudem wurde angeregt, dass mögliche Entlastungsmaßnahmen auch die zweite und dritte Phase des Kreditprogramms umfassen sollten.

Branchenvertreter betonen, dass die Situation deutlich mache, wie schnell globale geopolitische Spannungen lokale Wirtschaftszweige treffen können – insbesondere solche, die stark von Treibstoff abhängig sind. (TNA)