Nach Busunfällen in Thailand werden ausländische Touristen in Pattaya bei Fernreisen auf der Straße vorsichtiger

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Ein Fernreisebus fährt auf einer thailändischen Autobahn. Einige ausländische Besucher in Pattaya sagen, dass Berichte über jüngste Busunfälle sie vorsichtiger bei der Nutzung von Fernbussen gemacht haben – besonders bei Nachtfahrten.

PATTAYA, Thailand – Eine Reihe von Tourbus-Unfällen in Thailand sorgt zunehmend für Verunsicherung unter ausländischen Besuchern in Pattaya. Einige Touristen berichten, dass sie bei Fernreisen immer häufiger auf Busse verzichten – insbesondere auf Nachtfahrten.

Seit Jahrzehnten gilt das weit verzweigte Netz an Fernbussen als eine der günstigsten und am häufigsten genutzten Möglichkeiten, Thailand zu bereisen. Von Badeorten bis zu Bergprovinzen verbinden Buslinien viele Ziele, die von Zügen oder Flugverbindungen nicht immer leicht erreichbar sind.



Doch unter einigen ausländischen Besuchern, die sich derzeit in Pattaya aufhalten, scheint das Vertrauen in dieses System zu schwinden.

Mehrere Touristen sagen, dass Berichte über jüngste Busunfälle sie dazu gebracht haben, ihre Reisepläne zu überdenken.

Ein Besucher, der zwischen November 2025 und Februar 2026 vier Monate in Thailand verbrachte, erklärte, dass er Busfahrten nach Möglichkeit bewusst vermieden habe.

„Ich bin fast ausschließlich mit dem Zug durch Thailand gereist“, sagte er. „Die einzigen zwei Busfahrten waren von Chiang Mai nach Chiang Khong für einen Visa-Run und eine weitere von Phetchabun nach Phitsanulok, weil es dort keine Zugverbindung gibt.“

Für ihn boten Züge ein größeres Gefühl von Sicherheit und Vorhersehbarkeit im Vergleich zu langen Fahrten auf der Straße.

Andere Besucher sagen, dass auch der Zeitpunkt vieler Unfälle – häufig spät in der Nacht oder während Übernachtfahrten – ihre Sorgen verstärkt.

„Man könnte mir nicht genug bezahlen, um nachts mit einem thailändischen Tourbus zu fahren“, sagte ein langjähriger Besucher in Pattaya. „Vor allem auf diesen langen Nachtfahrten.“

Diese Aussagen spiegeln eine breitere Diskussion wider, die häufig in Online-Reiseforen und Expatriate-Gruppen geführt wird. Obwohl das Busnetz in Thailand jedes Jahr Millionen von Passagieren sicher transportiert, können spektakuläre Unfälle das öffentliche Vertrauen schnell erschüttern.


Zu den von Reisenden genannten Sorgen gehören unter anderem übermüdete Fahrer, hohe Geschwindigkeiten auf Autobahnen sowie der Druck, enge Fahrpläne einzuhalten.

Einige ausländische Besucher bevorzugen daher Züge, da sie diese als kontrollierter und weniger abhängig von Straßenbedingungen empfinden.

Das thailändische Eisenbahnsystem, betrieben von der State Railway of Thailand, verbindet viele wichtige Strecken und wird derzeit modernisiert. Dennoch bestehen weiterhin Lücken im Netz. In Regionen ohne Bahnverbindung bleiben Busse oft die einzige praktische Reisemöglichkeit.

Trotz der Bedenken bleiben Fernbusse ein zentraler Bestandteil der touristischen Infrastruktur des Landes. Millionen von inländischen und internationalen Reisenden nutzen sie jedes Jahr, um Ziele im ganzen Land zu erreichen.


Dennoch spielt die Wahrnehmung eine wichtige Rolle.

In einer Stadt wie Pattaya – wo viele ausländische Touristen den Badeort als Ausgangspunkt nutzen, um andere Teile Thailands zu erkunden – können Sicherheitsbedenken die Reiseentscheidungen schnell beeinflussen.

Für manche Besucher ist die Lösung einfach: Wenn möglich, wählen sie lieber Züge oder Inlandsflüge.

Andere wiederum sagen, dass sie Busse zwar weiterhin nutzen würden, aber nur unter bestimmten Bedingungen.

„Ich habe sie ein paar Mal benutzt und der Service war eigentlich sehr gut“, räumte ein Reisender ein. „Aber nur tagsüber.“

Während Thailand weiterhin versucht, den Tourismus zu fördern und Besucher dazu zu ermutigen, auch Regionen außerhalb der großen Städte zu entdecken, könnte das Vertrauen in die Sicherheit des Fernverkehrs ebenso wichtig sein wie der Ausbau neuer Verbindungen.