Rufe nach konsequenter Parkraumüberwachung für Baht-Busse und Taxis in Pattaya werden lauter

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Ein Baht-Bus hält mitten auf der Fahrspur an der Pattaya Beach Road, um einen weiteren Fahrgast mit Gepäck aufzunehmen, obwohl das Fahrzeug bereits voll ist. Besucher und Langzeitbewohner fordern strengere Kontrollen beim Halten und Parken von Baht-Bussen und Taxis. (Foto: Jetsada Homklin)

PATTAYA, Thailand – Pattayas erneuter Vorstoß, dem von vielen als jahrelanges „Parkchaos“ bezeichneten Zustand ein Ende zu setzen, hat unter ausländischen Touristen und Langzeitbesuchern deutliche Reaktionen ausgelöst. Die Forderungen nach einem stadtweiten Einsatz von Abschleppmaßnahmen und Radkrallen werden zunehmend lauter.

Stadtbehörden hatten kürzlich Autofahrer dazu aufgerufen, Verkehrs- und Parkschilder am Straßenrand stärker zu beachten, und angekündigt, die Kontrollen in wichtigen Bereichen zu verschärfen. Baht-Busse gelten aufgrund ihrer Funktion im öffentlichen Nahverkehr als von bestimmten Einschränkungen ausgenommen. Diese Klarstellung hat bei vielen Anwohnern und Besuchern jedoch kaum zur Beruhigung beigetragen.



Kommentare von Lesern der Pattaya Mail spiegeln eine tiefe Skepsis gegenüber einer selektiven Durchsetzung der Regeln wider. „Ich wette eine Million Baht, dass ich jetzt sofort auf der Second Road, in der Soi VC oder im Bereich Soi Marine mindestens 15 illegal geparkte Taxis finde“, schrieb ein Leser. Andere berichteten von ähnlichen Erfahrungen und wiesen darauf hin, dass Taxis, Privatfahrzeuge und Lieferwagen regelmäßig Fahrspuren, Gehwege und Kreuzungen blockieren – meist ohne Konsequenzen.

Ausländische Touristen und Langzeitbesucher sagen, illegales Parken verschärfe den Verkehrsstau, erhöhe die Risiken für Fußgänger und schade Pattayas Image als gut organisierte internationale Destination. Viele sind der Ansicht, dass Warnschilder allein wirkungslos bleiben, solange keine sichtbaren und konsequenten Strafen folgen.
„Es gibt keine abschreckende Wirkung“, kommentierte ein Langzeitbesucher. „Wenn Autos und Taxis wissen, dass sie weder abgeschleppt noch mit einer Radkralle versehen werden, ändert sich nichts. Man muss überall durchgreifen, nicht nur in ein paar Straßen.“


Mehrere Leser forderten eine klare, stadtweit geltende Regelung, die für Privatfahrzeuge, Taxis und gewerbliche Anbieter gleichermaßen gilt, wobei Abschleppen und Radkrallen als Standardmaßnahmen und nicht als letztes Mittel eingesetzt werden sollten. Andere plädierten für besonders strenge Kontrollen an bekannten Problemstellen wie der Second Road, in Süd-Pattaya und in Ausgehvierteln, wo illegales Parken als Normalzustand und nicht als Ausnahme wahrgenommen wird.

Während die Stadtverwaltung betont, dass verbesserte Beschilderung und Öffentlichkeitsarbeit Teil einer umfassenderen Strategie zur Wiederherstellung von Ordnung seien, bestehen viele Anwohner und Besucher darauf, dass echte Veränderungen nur durch sichtbare Durchsetzung erreicht werden – einschließlich Bußgeldern, Abschleppmaßnahmen und Radkrallen, die konsequent in allen Stadtteilen angewendet werden.


Derzeit macht die Debatte einmal mehr die bekannte Gratwanderung in Pattaya deutlich: den Ausgleich zwischen Bequemlichkeit, Tourismus und konsequenter Rechtsdurchsetzung zu finden – und zugleich alle Verkehrsteilnehmer davon zu überzeugen, dass Verkehrsregeln für jeden gelten.